Rolf Lislevand
1. Romanesca
Rezension
Wie man den Ostinato-Bass wirkungsvoll einsetzt, das wussten die Komponisten des Barock und waren damit aus heutiger Sicht ihrer Zeit weit voraus. Für den norwegischen Lautenisten Rolf Lislevand ist seine Wirkung eine "Scaramanzia", was im Italienischen so viel wie Fluch oder Verwünschung bedeutet. Für den Musiker hat die Wirkung dieser Basslinie etwas Magisches, doch er empfindet diese Magie nicht negativ, denn sie erlaubt einen Freiraum in der Interpretation, den schon seine Kollegin Christina Pluhar zu nutzen wusste. "Wir waren auf der Suche nach dem Ostinato als Ausdrucksmittel, als musikalische Form und als minimalistische Rhetorik und rituelles Phänomen", sagt Lislevand. Lislevand selbst studierte unter anderem an der Schola Cantorum Basiliensis und gründete später in Verona das Ensemble Kapsberger. Er arbeitete viel mit anderen Alte-Musik-Ensembles zusammen, darunter auch mit Jordi Savall und seinem Hesperion XXI. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Alt und neu verbindet er zusammen mit Thor Harald Johnsen (Chitarra Battente, Barockgitarre), dem Jazzmusiker Bjørn Kjellemyr (Renaissancelaute und Colascione) sowie Ulrik Gaston Larsen (Barockgitarre und Theorbe). Mit den von Francesco Corbetta, der als Musiker und Komponist am Hofe Ludwigs XIV. wirkte und als grösster europäischer Gitarrenvirtuose des Barock galt, von Antonio Carbonchi, vom Corbetta-Schüler Giovanni Battista Granata sowie von Domenico Pellegrini entdeckte Kleinode für ein unbeschwertes Hörvergnügen, aus denen vor allem seine beiden Arrangements der Traditionals "Tarantella" und "Canarios" herausstechen. Birgit Schlinger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
Produktdetails
Medium
CD
Anzahl
1
Hersteller
IndigoSprache
Deutsch
Komponiert von
Carbonchi + weitere
Erscheinungsdatum
26.06.2015
EAN
0822186053614
Wie man den Ostinato-Bass wirkungsvoll einsetzt, das wussten die Komponisten des Barock und waren damit aus heutiger Sicht ihrer Zeit weit voraus. Für den norwegischen Lautenisten Rolf Lislevand ist seine Wirkung eine "Scaramanzia", was im Italienischen so viel wie Fluch oder Verwünschung bedeutet. Für den Musiker hat die Wirkung dieser Basslinie etwas Magisches, doch er empfindet diese Magie nicht negativ, denn sie erlaubt einen Freiraum in der Interpretation, den schon seine Kollegin Christina Pluhar zu nutzen wusste. "Wir waren auf der Suche nach dem Ostinato als Ausdrucksmittel, als musikalische Form und als minimalistische Rhetorik und rituelles Phänomen", sagt Lislevand. Lislevand selbst studierte unter anderem an der Schola Cantorum Basiliensis und gründete später in Verona das Ensemble Kapsberger. Er arbeitete viel mit anderen Alte-Musik-Ensembles zusammen, darunter auch mit Jordi Savall und seinem Hesperion XXI. 1993 erhielt er einen Lehrauftrag für Alte Musik und Historische Aufführungspraxis an der Staatlichen Hochschule für Musik in Trossingen. Alt und neu verbindet er zusammen mit Thor Harald Johnsen (Chitarra Battente, Barockgitarre), dem Jazzmusiker Bjørn Kjellemyr (Renaissancelaute und Colascione) sowie Ulrik Gaston Larsen (Barockgitarre und Theorbe). Mit den von Francesco Corbetta, der als Musiker und Komponist am Hofe Ludwigs XIV. wirkte und als grösster europäischer Gitarrenvirtuose des Barock galt, von Antonio Carbonchi, vom Corbetta-Schüler Giovanni Battista Granata sowie von Domenico Pellegrini entdeckte Kleinode für ein unbeschwertes Hörvergnügen, aus denen vor allem seine beiden Arrangements der Traditionals "Tarantella" und "Canarios" herausstechen. Birgit Schlinger (Quelle/Copyright: G+J Entertainment Media)
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