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Schriftsteller werden

Der Klassiker über das Schreiben und die Entwicklung zum Schriftsteller

Dorothea Brande

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Buch (gebundene Ausgabe)
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Beschreibung

Schriftsteller werden erschien in den U.S.A. erstmals 1934 und gilt als Klassiker über den schöpferischen Prozess des Schreibens und den inneren Weg zur Entwicklung der Schriftstellerpersönlichkeit.
Die Autorin gibt handfeste Ratschläge und erprobte Tips aus ihren Schriftstellerseminaren, ergänzt durch viele praktische Übungen.
Um von Handbüchern, die sich mit den handwerklichen Aspekten des Schreibens befassen, richtig profitieren zu können, sollte jeder angehende Schriftsteller zunächst dieses Buch lesen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 132
Erscheinungsdatum 28.08.2009
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86671-069-6
Verlag Autorenhaus-Verlag
Maße (L/B/H) 21.1/14.2/1.7 cm
Gewicht 264 g
Originaltitel Becoming A Writer
Auflage 3. Auflage
Übersetzer Kirsten Richers
Verkaufsrang 49281

Kundenbewertungen

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Schreiben wie ein Schriftsteller
von Sandra von Siebenthal aus Romanshorn am 02.02.2021

Dorothea Brande schrieb das vorliegende Buch 1934 und seit da gilt es als Klassiker. Es gibt viele Ratgeber, wie man den perfekten Roman schreiben könne, einige versprechen sogar, mit der Anleitung könne man das in einem Monat bewerkstelligen. Dorothe Brande sagt selber, dass sie in ihrer Zeit als Autorin viele solche Ratgeber g... Dorothea Brande schrieb das vorliegende Buch 1934 und seit da gilt es als Klassiker. Es gibt viele Ratgeber, wie man den perfekten Roman schreiben könne, einige versprechen sogar, mit der Anleitung könne man das in einem Monat bewerkstelligen. Dorothe Brande sagt selber, dass sie in ihrer Zeit als Autorin viele solche Ratgeber gelesen habe, darüber, wie man Plots erstellt, Charaktere erfindet und vieles mehr. Sie geht mit ihrem Buch einen anderen Weg. Wichtig ist, was einen Schriftsteller überhaupt zum Schriftsteller macht, die Antwort lautet: Er schreibt. Was so einfach klingt, ist es in Tat und Wahrheit aber nicht. Wie viel hält Schreibwillige oft von dem ab, was sie eigentlich tun wollen? Ganz verschiedene Ängste treten plötzlich auf und lassen zögern, blockieren gar. So sagt denn Brande auch: „Zunächst einmal ist es schwer, überhaupt zu schreiben. Der unversiegbare Gedankenfluss, der erforderlich ist, wenn der Name eines Schriftstellers je bekannt werden soll, will einfach nicht in Ganz kommen. Die Schlussfolgerung, jemand, der nicht mit Leichtigkeit schreiben kann, habe seinen Beruf verfehlt, ist schlicht und einfach Unsinn.“ Die erste Aufgabe, die es also zu bewältigen gibt, ist, den eigenen Schreibfluss in Gang zu bringen. Brande gibt dazu Übungen an die Hand, welche helfen, die nötige Selbstdisziplin auf das eigene Schreiben zu entwickeln. Als weitere nötige Zugaben für ein gelingendes Leben als Schriftsteller nennt sie das Bewahren kindlicher Spontaneität und einen unschuldigen Blick, die Wahrnehmung, dass in allem, was uns begegnet, eine Geschichte liegt. Des Weiteren legt sie das Augenmerk auf das Zusammenspiel von Unbewusstem und Bewusstem im Schreibprozess, den Wert gezielter und analytischer Leseerfahrungen sowie das richtige Sehen im Alltag. „Schriftsteller werden“ ist keine strukturierte Anleitung hin zu einem Roman, es ist ein Buch über die Entwicklung des Menschen hin zu dem, was er sein will: Schriftsteller. Brande schöpft dabei aus ihrer Erfahrung als Autorin und Lehrerin für Kreatives Schreiben, etwas, das es in den USA seit vielen Jahrzehnten gibt und was auch viele später erfolgreiche Autoren so gelernt haben, was in unseren Breitengraden noch immer eher stiefmütterlich behandelt wird und meist nur privat gelernt werden kann – von wenigen Ausnahmen mal abgesehen. Fazit: „Schriftsteller werden“ ist keine strukturierte Anleitung hin zu einem Roman, es ist ein Buch über die Entwicklung des Menschen hin zu dem, was er sein will: Schriftsteller. Inspirierend, gut lesbar und sehr empfehlenswert.

von einer Kundin/einem Kunden am 23.02.2019
Bewertet: anderes Format

Eines der wichtigsten Werke über die Kunst der Schreibens und die Entwicklung zum Schriftsteller. Wer vom Schreiben träumt, sollte dieses Buch gelesen haben.


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  • Warum dieses Buch einzigartig ist
    Den Grossteil meines Lebens habe ich Belletristik geschrieben, überarbeitet und beurteilt. Ich bin überzeugt, dass erzählende Literatur zu schreiben von grosser Bedeutung ist: Romane und Kurzgeschichten haben eine wichtige Stellung in unserer Gesellschaft. Die Literatur ist für viele Leser die Quelle ihrer Weltanschauung - sie setzt ethische, soziale und materielle Normen. Sie bestätigt die Vorurteile des Lesers, oder sie öffnet seinen Geist und erweitert seine Welt. Man kann ein vielgelesenes Buch in seiner Wirkung nicht überschätzen: Wenn es effekthascherisch, billig oder vulgär ist, macht es unser Leben durch die niederen Ideale, die es in Umlauf bringt, ärmer. Wenn es - und das ist sehr selten der Fall - ein durch und durch gutes Buch ist, vom Autor ehrlich empfangen und ehrlich geboren, dann gebührt ihm unsere Dankbarkeit. Das Medium Film hat die Literatur in dieser Hinsicht keineswegs unterlaufen. Ganz im Gegenteil: Der Film vergrössert ihr Wirkungsfeld, indem er Ideen, die Buchlesern bereits bekannt sind, an jene heranträgt, die zum Lesen zu jung oder zu ungeduldig sind oder nicht über die erforderliche Bildung verfügen.
    Ich will nicht rechtfertigen, dass ich über die Schwierigkeiten schreibe, mit denen sich Prosa-Autoren konfrontiert sehen. Während meiner eigenen Entwicklung zum Autor - und ich gebe zu, lange nachdem - habe ich jedes Lehrbuch über die Techniken des Schreibens, die Konstruktion einer Handlung oder die Entwicklung von Figuren gelesen, das ich in die Finger bekommen konnte. Ich habe Lehrern, die ganz verschiedene Denkrichtungen vertraten, zu Füssen gesessen: Ich habe einem Neo-Freudianer zugehört, der die Beweggründe für das Schreiben von Dichtung analysierte. Ich habe mich einem Enthusiasten ausgeliefert, der die Theorie der Persönlichkeitsbestimmung nach unterschiedlichen Drüsentypen als eine unerschöpfliche Quelle für Schriftsteller auf der Suche nach Charakteren sah. Ich unterzog mich den Instruktionen eines Diagrammzeichners und denen eines Lehrers, der mit einer Synopse anfing, die er dann langsam zu einer vollständigen Story aufpumpte. Ich habe in einer 'Literatenkolonie' gelebt und mich mit praktizierenden Schreibern unterhalten, die ihre Berufung mal als Handwerk, mal als Gewerbe und - eher verschämt - auch als Kunst bezeichneten. Kurz, ich habe aus erster Hand Erfahrungen mit nahezu jeder Lösungsmöglichkeit für die Probleme des Schreibens gesammelt, und meine Regale quellen über von Werken weiterer Lehrer, denen ich nicht persönlich begegnet bin.

    Jahre nachdem ich als Lektorin für Verlage gearbeitet und Literatur für ein überregionales Magazin ausgewählt hatte, nachdem ich selbst Artikel, Storys, Buchbesprechungen und Kritiken geschrieben und mit Redakteuren und Autoren jeden Alters Gespräche über ihre Arbeit geführt hatte - begann ich, selbst ein Schreibseminar zu leiten. Am Abend meiner ersten Vorlesung lag mir nichts ferner, als die vorhandene kopflastige Literatur zum Thema zu erweitern. Obwohl mich die meisten Bücher und viele Kurse ziemlich enttäuscht hatten, wurde mir der wahre Grund meiner Unzufriedenheit erst klar, nachdem ich selbst Kreatives Schreiben lehrte.

    Ich erkannte, dass die Probleme vieler Schüler oder Amateurschriftsteller bereits vor dem Punkt einsetzen, an dem ihre schriftstellerische Arbeit von praktischer Unterweisung profitieren kann. Das ist ihnen allerdings nicht bewusst. Wären sie in der Lage die Ursachen dafür selbst zu entdecken, würde man sie wahrscheinlich niemals als Schüler in einem Kurs antreffen. Sie haben eine vage Vorstellung, dass es erfolgreichen Schriftstellern irgendwie gelungen sein müsse, jene Hürden zu nehmen, die ihnen selbst nahezu unüberwindlich erscheinen. Sie glauben, anerkannte Autoren verfügten über eine Art Zauberformel oder so etwas wie ein Berufsgeheimnis, das sie ihnen vielleicht abluchsen könnten, wenn sie nur wachsam und geduldig auf der Lauer lägen. Sie vermuten, der Lehrer kenne diese Zauberformel, und vielleicht würde er ja hier und da ein Wort darüber fallen lassen. So warten sie auf den Beweis für die Existenz dieses 'Sesam öffne dich'. In der Hoffnung, die magischen Worte zu vernehmen und einzufangen, durchwachen sie brav wie ein Hündchen eine ganze Reihe von Seminaren über verschiedene Gattungen von Erzählungen, über Handlungsaufbau und technische Probleme, die allesamt keinerlei Bezug zu ihrem eigentlichen Dilemma haben. Sie kaufen oder leihen sich jedes Buch, in dessen Titel das Wort Kreatives Schreiben auftaucht, sie lesen jedes Sammelwerk, in dem Autoren über ihre Arbeitsmethoden berichten.

    In fast allen Fällen werden sie enttäuscht: Schon in der Einführung, schon auf den allerersten Seiten des Buches, nach einem oder zwei Sätzen, wird ihnen kurz und knapp klargemacht, dass 'Genie nicht gelehrt werden kann.' Und schon verglüht ihr Hoffnungsfunke. Denn ob sie es wissen oder nicht: Sie suchen nach genau dem, was sie sich aus dem Kopf schlagen sollen. Sie sollen das heimliche Bedürfnis, ihr Bild von der Welt in Worte zu fassen niemals als 'Genius' bezeichnen dürfen. Sie sollen es bloss nicht wagen, sich auch nur für eine Sekunde mit in die Reihe der Unsterblichen des schreibenden Standes zu stellen. Nein, die Zugangsverweigerung 'Genie kann nicht vermittelt werden', von der die meisten Lehrer und Autoren glauben, man könne sie nicht früh und deutlich genug aussprechen, versetzt der Hoffnung des Schülers den Todesstoss. Schliesslich war er voller Verlangen gewesen, zu hören, dass dem Schreiben tatsächlich eine Zauberformel zugrunde läge, und dass es so etwas wie einen Initiationsritus gäbe, bei dem man ihn in den Kreis der Autoren aufnehmen würde.

    Dieses Buch wird einzigartig: Ich glaube nämlich, dass der Schüler recht hat. Ich glaube, dass es tatsächlich eine solche Zauberformel gibt, und dass man sie auch vermitteln kann. Dieses Buch wird sich also mit dem Geheimnis literarischen Schreibens befassen.
  • Vorwort
    Warum dieses Buch einzigartig ist

    1.Vier Arten der Schreibblockade
    Von der Schwierigkeit, überhaupt zu schreiben
    Der 'Einzelbuchautor'
    Der Gelegenheitsschreiber
    Der uneinheitliche Schreiber
    Die Schwierigkeiten liegen nicht im handwerklichen Können

    2.Wie sind Schriftsteller eigentlich?
    Wie man sich zum Schriftsteller entwickelt
    Echte und unechte Künstler
    Die zwei Seiten eines Schriftstellers 'Spaltung' ist nicht immer Ausdruck einer kranken Psyche
    Alltägliche Beispiele für Persönlichkeitsspaltung
    Im Sumpfe der Mutlosigkeit

    3.Die Vorzüge der Dualität
    Wie entsteht eine Erzählung überhaupt?
    Das 'Naturtalent' Unbewusstes und Bewusstes
    Die zwei Persönlichkeiten des Schriftstellers
    Die durchsichtige Trennwand
    Bewahren Sie Stillschweigen
    Ihr 'bester Freund und schärfster Kritiker'
    Neue Kraft tanken
    Freunde und Bücher
    Der selbstherrliche Intellekt
    Friedliche Koexistenz
    Erste Übung

    4.Kurzes Interludium: Ratschläge
    Kräfte sparen
    Vorstellungskraft statt Wille
    Wie man sich von alten Gewohnheiten trennt
    Gedanken werden sichtbar
    Die richtige Grundhaltung

    5.Wie man das Unbewusste lenkt
    Tagträume
    Mühelos schreiben
    Verdoppeln Sie Ihre Leistung

    6.Feste Arbeitszeiten
    Rahmenbedingungen
    Sie haben Ihr Ehrenwort!
    Die Übung wird ausgedehnt
    Wenn Sie hier scheitern, dann lassen Sie es ganz

    7. Erste Bestandsaufnahme
    Lesen Sie Ihre Texte kritisch
    Die Fallstricke des Plagiats
    Entdecken Sie, wo Ihre eigene Stärke liegt
    Wenn Sie selbst unterrichten

    8.Kritische Betrachtung der eigenen Arbeit
    Der kritische Dialog
    Bleiben Sie konkret
    Nach kritischer Betrachtung:
    Die Korrektur
    Was wirkt sich günstig aus?
    Selbstauferlegte Regeln

    9.Mit den Augen eines Schriftstellers lesen
    Lesen Sie zweimal
    Allgemeine Beurteilung und Detailanalyse
    Die zweite Lektüre
    Wichtige Aspekte

    10.Was das Nachahmen anderer Autoren angeht ...
    Das Nachahmen handwerklicher Meisterleistungen
    Der Einsatz von Wörtern
    Keine Eintönigkeit aufkommen lassen!
    Erweitern Sie Ihren Wortschatz

    11.Wieder richtig schauen lernen
    Gewohnheit macht blind
    Ursachen für Wiederholungen
    Wie die Augen ihre 'Unschuld' wiedererlangen
    Der Fremde auf der Strasse
    Der Lohn der Tugend

    12.Die Quelle der Originalität
    Das schwer Greifbare
    Originalität statt Imitation
    Das 'überraschende Ende'
    Aufrichtigkeit ist die Quelle der Originalität
    Vertrauen Sie sich selbst
    'Deine Wut und meine Wut'
    Eine Geschichte, viele Versionen
    Ihre Unverwechselbarkeit
    Kleiner Fragebogen

    13.Freizeitgestaltung
    Freizeit?
    Erholung von der Sprache
    Finden Sie heraus, was Sie inspiriert
    Stille Tätigkeiten

    14.Eine Übungsgeschichte
    Noch einmal zur Erinnerung ...
    Stil ist ansteckend
    Finden Sie Ihren eigenen Stil
    Die Vorbereitungsphase
    Haben Sie Vertrauen - Sie machen das schon!
    Das fertige Übungsstück
    Sich innerlich distanzieren
    Das kritische Lektorat

    15.Die grosse Entdeckung
    Die Wurzel des Genialen
    Unbewusst, nicht unterbewusst
    Die 'höhere Imagination'
    Freunden Sie sich mit Ihrem Unbewussten an
    Das 'künstlerische Koma' und die 'Zauberformel'

    16.Der Dritte im Bunde: Das Geniale
    Der Schriftsteller ist nicht zu zweit, sondern zu dritt
    Die geheimnisvolle Instanz
    Wie man das Geniale in sich entfesselt Rhythmus, Monotonie und Stille
    Böden schrubben

    17.Das grosse Geheimnis
    Wie man den Geist zur Ruhe bringt
    Lernen, sich zu kontrollieren
    Das Thema der Erzählung wird zum Objekt der Betrachtung
    Wie man die 'Zauberformel' anwendet
    Wie man sich absichtlich ins 'künstlerische Koma' versetzt
    Und damit kommen wir zum Schluss ...

    18.Zum Schluss noch ein paar hilfreiche Tipps