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Ambrose Bierce

1842 als zehntes von 13 Kindern einer Farmerfamilie in Ohio geboren, trat Andrew Gwinett Bierce bei Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs 1861 einem Regiment aus Indiana bei, wurde zweimal verwundet und mehrmals wegen Tapferkeit befördert. Später wurde er Journalist. 1913 ging Bierce nach Mexiko, wo er unter mysteriösen Umständen verschwand. Der Begründer des Genres der Short Story gehört neben Edgar Allan Poe und Mark Twain zu den bedeutensten amerikanischen Autoren des 19. Jahrhunderts..
Reinhild Böhnke, geboren 1944 in Bautzen, hat in Leipzig Germanistik und Anglistik studiert. Sie übersetzt seit 1971 aus dem Englischen und hat den sächsischen Übersetzerverein »Die Fähre« mitbegründet. Seit 1998 übersetzt sie u.a. die Werke von J.M. Coetzee ins Deutsche. 2004 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz und 2015 das Barthold-Heinrich-Brockes-Stipendium.

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Ein Zyniker betrachtet das Leben

In "Ein Zyniker betrachtet das Leben" versammelt Ambrose Bierce Essays von schneidender Intelligenz, in denen er Themen wie Todesstrafe, gesellschaftliche Konventionen, Geschlechterrollen und die moralischen Selbsttäuschungen der Moderne mit unerbittlicher Präzision untersucht. Bierces Prosa ist aphoristisch verdichtet, satirisch zugespitzt und von jener bitteren Klarheit geprägt, die ihn zu einer singulären Stimme der amerikanischen Literatur des späten 19. Jahrhunderts macht. Im literarischen Kontext des Gilded Age gelesen, erscheinen diese Texte als polemische Interventionen gegen Heuchelei, sentimentalen Fortschrittsglauben und institutionalisierte Grausamkeit. Bierce, Journalist, Satiriker und Veteran des Amerikanischen Bürgerkriegs, schrieb aus einer Lebenserfahrung, die seine Weltsicht nachhaltig formte. Die Konfrontation mit Gewalt, politischer Korruption und menschlicher Selbstverblendung schärfte seinen skeptischen Blick. Als Autor des "Devil's Dictionary" kultivierte er einen Stil, der Witz nicht als Unterhaltung, sondern als Instrument intellektueller Entlarvung einsetzt; diese Essays stehen exemplarisch für diese Haltung. Dieses Buch empfiehlt sich Leserinnen und Lesern, die literarische Satire nicht als blosse Kuriosität, sondern als kritische Erkenntnisform schätzen. Wer Freude an geistiger Schärfe, historischer Tiefenschau und unbequemen Fragen hat, wird in Bierce einen provozierenden, bis heute bemerkenswert aktuellen Gesprächspartner finden. Diese Übersetzung wurde mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt.
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