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Christian Wolff

Christian Wolff (geadelt Christian Freiherr von Wolff, in der Encyclopédie Chrétien Wolf; * 24. Januar 1679 in Breslau; † 9. April 1754 in Halle) war ein bedeutender deutscher Universalgelehrter, Jurist und Mathematiker sowie einer der wichtigsten Philosophen der Aufklärung zwischen Leibniz und Kant. Der Aufklärer zählt zu den bedeutendsten Vertretern des Naturrechts und gilt als eigentlicher Begründer der Begriffsjurisprudenz des 19. Jahrhunderts. Die deutsche Philosophie verdankt ihm ihre terminologische Grundlegung; viele von ihm definierte Begriffe wie Bewusstsein, Bedeutung, Aufmerksamkeit oder an sich wurden später in die Alltagssprache übernommen. Wolff hatte auch massgeblichen Einfluss auf die preussische Gesetzgebung..
Rainer Specht ist emeritierter Professor an der Universität Mannheim. In der Philosophischen Bibliothek gab er in zwei Bänden Francisco Suarez’ »Über das Individuationsprinzip« heraus (PhB 294a und b).

Gesammelte Werke von Christian Wolff

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Wolffs Werk ist eine Didaktik der Mathematik. Die Einführung in die nützliche Erlernung und Anwendung der Mathematischen Wissenschaften hat jedoch ehrgeizigere Ziele als moderne Fachdidaktiken, denn Wolff will durch seine Lernmethode den Verstand des Lernenden verbessern. Dieser verbesserte Verstand lässt sich auch ausserhalb der Mathematik anwenden, zum Beispiel für die Reform und den Fortschritt der Philosophie, wie Wolff selber vorschlägt. Den didaktischen Weg zur Vervollkommnung des Verstandes hat Wolff in dieser Schrift dargestellt und in seinen mathematischen Lehrbüchern angewendet. Die von ihm empfohlenen fachdidaktischen Schritte besitzen heutzutage noch Gültigkeit und erweitern unsere Sicht auf die Mathematik. Diese erweiterte Sicht verdeutlicht die sehr enge Verbundenheit zwischen Mathematik und Philosophie. Eine Verbundenheit, die in der gegenwärtigen Zeit eher in Vergessenheit geraten ist.****************Wolff’s introduction to the useful learning and application of mathematics has more ambitious aims than modern special didactics, for he wants to improve the learner’s understanding through his learning method. This improved understanding can also be applied outside mathematics, for example for the reform and advance of philosophy, as Wolff himself suggests. He described the didactic way to perfect the understanding in this treatise and applied it in his mathematical textbooks. The special didactic steps he recommended are still valid nowadays and broaden our view of mathematics. This extended view clarifies the close connection between mathematics and philosophy. A closeness that is rather forgotten in the present time.

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