Elnathan John, geboren 1982 in Kaduna, Nordwest-Nigeria, ist Anwalt, Schriftsteller, Satiriker. Sein literarisches Schaffen wird seit 2013 von einer breiten Öffentlichkeit wahrgenommen, als seine Erzählung Bayan Layi für den Caine Prize for African Writing nominiert war. Er wurde erneut nominiert im Jahr 2015. Sein erster Roman, Born on a Tuesday, der nun in deutscher Übersetzung geboten wird, schaffte es auf die Shortlist des Nigeria Prize for Literature (NLNG)..
Indra Wussow, Herausgeberin der Reihe AfrikAWunderhorn, studierte Literaturwissenschaft, lebt in Johannesburg/Südafrika und auf Sylt. Sie arbeitet als Autorin, literarische Übersetzerin und Kuratorin für verschiedene internationale Einrichtungen. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt im Dialog zwischen Wissenschaft und Kunst. 2002 gründete sie auf Sylt die von ihr geleitete Stiftung kunst:raum sylt quelle. 2008 eröffnete die Stiftung eine Dependance in Johannesburg..
Susann Urban arbeitet nach dem Studium der Germanistik, vielen lehrreichen Jahren im Buchhandel und anderswo als Lektorin und Übersetzerin u. a. von John Steinbeck, Nuruddin Farah, Lola Shoneyin, Imraan Coovadia, Nadifa Mohamed und Ishmael Beah.
In der Ajayi Crowther Street in Lagos treffen sich Nachbar*innen, um zu tratschen, sich heftig zu zerstreiten … um dann doch wie jeden Sonntag gemeinsam in die Kirche zu gehen. "Lagos – Leben in Suburbia" erzählt von Reverend Akpoborie und seiner Familie. Sein Sohn wagt es nicht sich in der homophoben Umgebung als schwul zu outen, während seine Tochter ihre uneheliche Schwangerschaft verheimlichen muss, um das Ansehen der Familie zu wahren. Dazu heimliche Affären, spirituelle Quacksalber und religiöse Heuchler, aber es ist der Reverend selbst, der das dunkelste Geheimnis verbirgt!
Wie die Soap Operas aus Nollywood, die in ganz Afrika beliebt sind, breiten die beiden nigerianischen Autoren in ihrer Graphic Novel das Leben ihrer Protagonisten mit all ihren Tief- und Höhepunkten aus und geben einen Einblick in das quirlige Leben im Grossstadtmoloch Lagos.
„Eine fesselnde Lektüre und eine schöne Ergänzung in einem Genre, das viel zu selten einen Blick über Europa und Nordamerika hinaus bietet.“ James Smart, The Guardian