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Etel Adnan

Etel Adnan (1925-2021), Dichterin, Malerin, Journalistin und Philosophin, war eine bedeutende Vertreterin der Moderne. Sie verbrachte ihr Leben zwischen dem Libanon, Frankreich und Kalifornien. Ihren künstlerischen Durchbruch erlebte sie 2012 auf der dOCUMENTA (13), seitdem sind ihre Bilder weltweit in den wichtigsten Museen und Galerien zu sehen. Parallel zu ihrem bildnerischen Werk hat sie zahlreiche Bücher veröffentlicht. Zuletzt erschienen in der Edition Nautilus »Die Stille verschieben« (2022) und »Hochbranden« (2025)..Klaudia Ruschkowski, geboren 1959 in Dortmund, ist Autorin, Dramaturgin, Herausgeberin und literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen. Seit 1997 übersetzte sie Etel Adnans Werke und gab einen Teil davon in deutscher Sprache heraus. Mit Etel Adnan konzipierte sie literarische und künstlerische Projekte, es entstanden szenische Arbeiten und Hörspiele zu einigen von Etel Adnans Texten. Sie lebt in Deutschland und Italien..Klaudia Ruschkowski, geboren 1959 in Dortmund, ist Autorin, Dramaturgin, Herausgeberin und literarische Übersetzerin aus dem Italienischen und Englischen. Seit 1997 übersetzte sie Etel Adnans Werke und gab einen Teil davon in deutscher Sprache heraus. Mit Etel Adnan konzipierte sie literarische und künstlerische Projekte, es entstanden szenische Arbeiten und Hörspiele zu einigen von Etel Adnans Texten. Sie lebt in Deutschland und Italien.

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Etel Adnan: Wir wurden kosmisch Produktbild: Etel Adnan: Wir wurden kosmisch

Etel Adnan: Wir wurden kosmisch

Am 12. April 1961 flog der russische Kosmonaut Juri Gagarin als erster Mensch ins All, am 27. März 1968 starb er bei einem Flugzeugunglück: Zukunftsglaube, Weltpolitik, technischer Fortschritt, Mythologie, Leben und Sterben – all das kulminiert für Etel Adnan in der tragischen Figur Juri Gagarins.
Bewegt von diesen Ereignissen schrieb die damals 43 Jahre alte libanesische Lyrikerin, Malerin und Denkerin Etel Adnan das Gedicht »Ein Trauermarsch für den ersten Kosmonauten«, ein Klagelied für den »neuen Ikarus«, einen Gedichtzyklus, in dem sich Raumfahrt und Philosophie mit Zeit- und Kulturgeschichte verbinden.
1968 lebte Adnan in Kalifornien. Heute ist sie sesshaft in Paris. Im Alter von 94 Jahren denkt Etel Adnan noch einmal nach über ihr Gedicht und die Tragweite der tief verankerten menschlichen Sehnsucht, das All zu besiedeln: Welche ökologische und
politische Hybris verbirgt sich dahinter? Welche kulturgeschichtliche Bedeutung hat das Motiv der Expansion? Und welche Auswirkungen hat das auf die Kunst? Mit Joshua Gross und Moritz Müller-Schwefe spricht Etel Adnan über Umstürze, Bewusstseinserweiterung und Fallhöhen, über Grenzüberschreitungen (im Guten wie im Schlechten), über den Stellenwert der Menschheit im All, über den Drang, zu Neuem vorzustossen, über Revolutionen und über ihre Kindheit.
Begleitet wird »Ein Trauermarsch für den ersten Kosmonauten« von Zeichnungen, inspiriert von Adnans erneuter Auseinandersetzung mit dem Thema Raumfahrt, sowie von Fotografien, die Raketenstarts russischer Raumschiffe zeigen.
Unabhängig davon, dass Juri Gagarins erster Flug ins All mittelbar den Kalten Krieg anheizte, sieht Etel Adnan in der Raumfahrt eine gemeinschaftliche, menschliche Erfahrung, die neue Möglichkeiten eröffnete und vor allem eine Auswirkung hatte: Wir wurden alle kosmisch!
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Buch (Gebundene Ausgabe)

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