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Autorenporträt von

Jane Austen

Jane Austen (1775–1817) wurde in Steventon, Hampshire, geboren und wuchs im elterlichen Pfarrhaus auf. Nach Meinung ihres Bruders führte sie »ein ereignisloses Leben«. Sie heiratete nie. Ihre literarische Welt war die des englischen Landadels, deren wohl kaschierte Abgründe sie mit feiner Ironie und Satire entlarvte. Psychologisches Feingefühl und eine lebendige Sprache machen ihre scheinbar konventionellen Liebesgeschichten zu einer spannenden Lektüre. Vor einigen Jahren wurde Jane Austen auch vom Kino wiederentdeckt: »Sinn und Sinnlichkeit« mit Emma Thompson und Kate Winslet gewann 1996 den Golden Globe als bester Film des Jahres und den Oscar für das beste Drehbuch; »Stolz und Vorurteil« mit Keira Knightley war 2006 für vier Oscars nominiert. »Emma« wurde 2009 von der BBC als vierteilige Fernsehserie gezeigt und mit einem Emmy ausgezeichnet. »Verstand und Gefühl« wurde 2011 gleich zweimal, 2014 ein weiteres Mal in modernen Adaptionen verfilmt. Ihre Werke »Verstand und Gefühl«, »Northanger Abbey«, »Überredung«, »Mansfield Park«, »Überredung« und »Emma« sind auch als hochkarätige Hörspielinszenierungen erschienen.

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Lady Susan Produktbild: Lady Susan Band 7 Neu

Lady Susan

Schön, verwitwet, verschuldet und skrupellos: Lady Susan Vernon lenkt Liebhaber, Verwandte und die eigene Tochter mit Charme und Heuchelei. Jane Austens bissiger Briefroman zeigt eine Heldin, die vor keiner Intrige zurückschreckt.

Lady Susan Vernon ist schön, verwitwet, nicht mehr ganz jung, und sie hat Schulden. Vor allem aber ist sie die gefährlichste Frau Englands. Mit Charme, Witz und vollendeter Heuchelei lenkt sie jeden, der ihr begegnet: ihren arglosen Schwager, den verheirateten Mr. Manwaring, dessen eifersüchtige Frau und den jungen, stolzen Reginald De Courcy, der sie eben noch verachtet hat und ihr wenig später zu Füssen liegt. Nur ihre sechzehnjährige Tochter Frederica will sich nicht fügen. Sie soll den reichen, aber einfältigen Sir James Martin heiraten, und dagegen wehrt sie sich.

Ihre einzige Gegenspielerin ist Catherine Vernon, ihre Schwägerin. Sie durchschaut Lady Susan vom ersten Tag an und muss doch hilflos zusehen, wie ihr eigener Bruder in die Falle geht.

In einundvierzig Briefen lässt Jane Austen ihre Figuren selbst sprechen. Am meisten verraten dabei die Briefe, die Lady Susan an ihre Vertraute schreibt: Sie sind bissig, schamlos und von entwaffnender Offenheit. Der Leser weiss stets mehr als die Betrogenen, und gerade daraus entsteht die Spannung.

Austen schrieb diesen frühen Roman um 1794, veröffentlicht wurde er erst 1871, mehr als fünfzig Jahre nach ihrem Tod. Er zeigt eine überraschend andere Austen: kühl, scharfzüngig und ohne jede Rücksicht auf die Tugend ihrer Hauptfigur. 2016 wurde er unter dem Titel "Love & Friendship" (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Jugendwerk von Austen) verfilmt.

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