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Josef Müller-Brockmann

Josef Müller-Brockmann (1914–1996) ist eine Leitfigur der Schweizer Grafik nach den 50er Jahren und des international verbreiteten Swiss style, der das graphic design weltweit über Jahrzehnte prägte. Nach einer frühen Karriere als illustrierender Grafiker vollzog er 1950 eine radikale Wende und entwickelte eine kompromisslos rationale Formensprache. Seine Plakate sind legendär; die von ihm initiierte Zeitschrift „Neue Grafik“ (1958–1965) verbreitete die Lehre von einer sachlichen, auf konstruktiven Prinzipien beruhenden Gestaltung auf allen Kontinenten und diente Grosskonzernen und öffentlichen Institutionen als Vorbild für Konzepte, die sich bis in die Gegenwart gehalten haben. Als Lehrer in Japan und an den Designschulen in Zürich und Ulm, als Vortragender und Designberater (u.a. für IBM Europa) war er eine unüberhörbare Stimme in der Designwelt. Müller-Brockmann war mit der japanisch-schweizerischen Künstlerin Shizuko Yoshikawa verheiratet (siehe Shizuko Yoshikawa, ISBN 978-3-03778-567-6, Lars Müller Publishers).

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Josef Müller-Brockmann Produktbild: Josef Müller-Brockmann Band 25

Josef Müller-Brockmann

Josef Müller-Brockmann hat mit seinem grafischen Schaffen die visuelle Kommunikation der Schweiz ab den 1950er-Jahren entscheidend geprägt. Seine Plakate beweisen, dass eine sachliche, formal reduzierte Sprache den Anforderungen einer universalen, zeitlosen Mitteilung am besten entspricht. Plakatkampagnen für langjährige Auftraggeber wie die Tonhalle Zürich oder den Automobil Club Schweiz folgen strengen, funktionalen Kriterien – und zeichnen sich dennoch durch unterschiedliche gestalterische Lösungen und spannungsvolle, dynamische Kompositionen aus.Die Publikation stellt ausgewählte Plakate von Müller-Brockmann vor und situiert diese in ihrer Zeit, fragt aber auch nach der Gültigkeit seiner Ansätze aus heutiger Sicht.
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