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Lorena Müllerin

Lorena Müllerin, geboren 1999, lebt in Bern. Sie studierte im Bachelor Sozialanthropologie und im Master Kulturpublizistik – ihre Masterarbeit wurde 2025 mit dem ZHdK Förderpreis ausgezeichnet. Sie war an der Konzeption und Umsetzung des Sammelbandes "Gender und Rausch. Ein Reader" (Limmat Verlag 2025) beteiligt und veröffentlichte darin mehrere eigene Texte. In ihrem Schreiben verbindet sie sozialanthropologische Recherche mit publizistischen und literarischen Formen zu feministischen und gesellschaftlichen Fragen.

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In der stärksten Mittagssonne friere ich

Von sexualisierter Gewalt erzählen.
Betroffenen eine Stimme geben.
Strukturen dahinter benennen.

In neun literarisch verdichteten Texten erzählt Lorena Müllerin die Erfahrungen von Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Wahre Geschichten, anonymisiert und fiktionalisiert. Jede Stimme steht für sich, jede Geschichte ist ein eigener Mikrokosmos, doch gemeinsam verweisen sie auf eine Realität, die omnipräsent ist: Rape Culture.
Mit ihrem literarischen Essay stellt die Autorin die individuellen Erlebnisse der Betroffenen in einen gesellschaftlichen Kontext. Dadurch werden sie nicht als isolierte individuelle Erfahrungen, sondern als strukturelles Problem sichtbar.
In eindringlicher Gegenwartsform entstehen Texte von unmittelbarer Nähe. Sprache wird dabei als Werkzeug verstanden: um sichtbar zu machen, was tabuisiert wird, Schweigen zu brechen und Widerstand zu formulieren.
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