Michael de Ridder hat jahrzehntelange Erfahrung als Arzt, zuletzt als Chefarzt der Rettungsstelle eines Berliner Krankenhauses und als Geschäftsführer des von ihm mitbegründeten Vivantes Hospiz. Als Vorsitzender einer Stiftung für Palliativmedizin befasst er sich seit vielen Jahren kritisch mit dem Fortschritt in der Medizin, Fragen der Gesundheitspolitik und der Stärkung der Patientensouveränität und erörtert dies immer wieder in den Medien. Als Befürworter der Palliativmedizin wird er von vielen schwerkranken Menschen um Rat gebeten. Bei DVA sind von ihm u.a. der viel diskutierte Bestseller »Wie wollen wir sterben?« und zuletzt »Wer sterben will, muss sterben dürfen« erschienen. Für sein Wirken wurde er vielfach ausgezeichnet, etwa von der Stiftung Gesundheit für sein publizistisches Lebenswerk.
Heroin kam nicht als Droge in die Welt, sondern wurde 1898 als Arzneimittel zur Therapie von Atemwegserkrankungen von den Farbenfabriken vorm. Friedrich Bayer und Co. entwickelt. Michael de Ridder dokumentiert erstmals die Geschichter dieser janusköpfigen Substanz, ihre Bedeutung als Arzneimittel und ihre Transformation zur Droge. Indem der Autor das Klischee einer dämonisierten Droge korrigiert, trägt er zur Versachlichng der drogenpolitischen Debatte um die heute in den meisten Staaten illegale Pharmadroge Heroin bei.