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Ich rede zu viel
Schlagfertig und spritzig erzählt Rossi nun aus seinem Leben, das unglaubliche Höhen und Tiefen bereithielt. Den ersten Hit feierten Status Quo schon zu Flower-Power-Zeit mit dem psychedelischen "Pictures Of Matchstick Men", bevor sie in Jeans und T-Shirts allen zeigten, dass man für den grossen Erfolg keine aufwendigen Kostüme oder Bühnengimmicks braucht, wenn man über Songs verfügt wie "Down Down", "In The Army Now" oder "Rockin' All Over The World". Mit Letzterem eröffneten sie 1985 Live Aid, den wohl grössten Rock-Event aller Zeiten. Nicht umsonst meinte Bob Geldof anschliessend: "Quo und Queen sind vermutlich die beiden einzigen Acts, an die sich später alle erinnern werden." Status Quo brachten es insgesamt auf nicht weniger als 65 Hitsingles und 32 Hitalben, die Millionen in Rossis Kassen spülten, der das Geld jedoch ebenso schnell auch wieder ausgab.
Die kreative Achse der Band bestand bis vor drei Jahren aus Francis Rossi und Rick Parfitt, zwei kantigen, aber ganz unterschiedlichen Typen, die dennoch dafür bekannt waren, bei Interviews die Sätze des jeweils anderen beenden zu können. Wie sich das Verhältnis zu Parfitt, der 2016 starb, über die Jahre wirklich darstellte, das verrät Rossi hier. Und er spricht auch ganz offen über seine eigenen Dämonen, Alkohol und Drogen, denn über lange Jahre lebten Status Quo das Klischee von Sex, Drugs & Rock'n'Roll. Darauf blickt Rossi heute mit viel Selbstironie zurück, und das macht Ich rede zu viel zu einem grossartigen Zeitdokument und einem einzigartigen Lesevergnügen.
Buch (Gebundene Ausgabe)
ab Fr.38.90