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Oliver Wainwright

Oliver Wainwright ist der Architektur- und Design-Kritiker des britischen Guardian. Als gelernter Architekt arbeitete er für das OMA in Rotterdam und für das Dezernat Architektur und Städtewesen der Londoner Stadtverwaltung. Er ist regelmässiger Gastdozent an einer Reihe von Architekturschulen, darunter Harvard, Yale und die Architectural Association. Daneben schreibt er über Architektur, Planung und Gestaltung und war Berater der Architekturstiftung in London. Seine Fotografien wurden weltweit ausgestellt und werden regelmässig zur Bebilderung seiner Artikel herangezogen..
Julius Wiedemann studierte Grafikdesign und Marketing und arbeitete in Tokio als Kunstredakteur für digitale Medien und Designmagazine. Zu seinen TASCHEN-Titeln zählen Illustration Now!, Logo Design, Jazz Covers und Information Graphics.

Inside North Korea von Oliver Wainwright

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Inside North Korea
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Das im Koreakrieg völlig zerstörte Pjöngjang wurde 1953 nach Plänen des Gründers der Nation Kim II-sung als nordkoreanische Vorzeigehauptstadt von Grund auf neu errichtet. Er entwarf die Stadt wie ein eindrucksvolles Bühnenbild. Breite Boulevardachsen, durch riesenhafte Monumente miteinander verbunden, werden von grossen Wohnhäusern im koreanischen Stil gesäumt. Alles hatte „national in der Form und sozialistisch im Inhalt“ zu sein.

Unter dem gegenwärtigen Führer Kim Jong-un wird die Bautätigkeit weiter intensiviert. „Lasst uns das ganze Land in ein sozialistisches Märchenland verwandeln“, fordert einer seiner patriotischen Leitsätze. Im Eiltempo macht er aus Pjöngjang einen Spielplatz, wobei er eine illusionäre Wohlstandsfantasie beschwört und die Architektur als Anästhetikum benutzt, mit dem er die Bevölkerung zum Träumen einlädt und von der harschen Wirklichkeit seiner autoritären Herrschaft ablenkt.Oliver Wainwright, Journalist und Fotograf des Guardian, nimmt uns mit auf eine Reise in ein Land, das wie aus der Zeit gefallen erscheint und sich vom Rest der Welt weitgehend abgeschottet hat. Seine Fotografien enthüllen die pompösen Wunderwelten hinter den monumentalen Steinfassaden: Marmor und Mosaik, Kassettendecken und Kristallkronleuchter nebst neuen Interieurs in den schillerndsten Farben. Entdecken Sie die palastartigen Leseräume des Volksstudienhauses und werfen Sie einen Blick in die Umkleideräume des kürzlich renovierten Stadions „1. Mai“, das geduldig auf eine Fussballweltmeisterschaft wartet, die wohl nie kommen wird.

Der Band enthält über 200 Abbildungen mit detaillierten Bildunterschriften und einen einleitenden Essay des Fotografen, in dem er die Geschichte des modernen Pjöngjang skizziert und die von Kim Il-sung, dem ersten Präsidenten Nordkoreas, entwickelte Chuch’e-Ideologie erläutert, der in Pjöngjang ein ganzer Skulpturenpark gewidmet ist.

Führerkult, Dauerfeuer der Propaganda, martialische Choreografie der Massen, eine scheinbar gleichgeschaltete, hysterisierte Bevölkerung, versagende Infrastruktur – Nordkorea mutet in seiner bizarren Fremdartigkeit an wie ein stalinistisches Kuriositätenkabinett von einem anderen Stern. Oliver Wainwright, Journalist und Fotograf des Guardian, bietet seltene Einblicke in ein Land, das sich wie kein anderes von der Welt abgeschottet hat. Seine Fotografien nordkoreanischer Architekturen werfen ein Schlaglicht auf die Ambitionen des herrschenden Regimes, „das ganze Land in ein sozialistisches Märchenland zu verwandeln“.

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