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Oswald Spengler

Oswald Spengler, Jahrgang 1880, lebte zurückgezogen in München und schrieb seit 1911 am "Untergang des Abendlandes", der ihn ab Erscheinen des ersten Bandes 1918 (Band 2 erschien 1922) weltberühmt machen sollte. In der Folge verfasste er stark deutschnational orientierte politische Aufsätze und weitere geschichtsphilosophische Werke, die seine Theorien des "Untergangs" mit Blick auf die Weltlage seiner Zeit präzisierten (u. a. "Der Mensch und die Technik", 1931, "Jahre der Entscheidung", 1933). In der Weimarer Republik gehörte Spengler mit seiner aristokratisch grundierten Kultur- und Geschichtstheorie und seiner Machtverherrlichung zu den schärfsten und profiliertesten Feinden der Demokratie und wird deshalb trotz seiner Ablehnung des Nationalsozialismus mit gutem Grund als ein geistiger Wegbereiter der Nazi-Diktatur in Deutschland betrachtet. Spengler starb, mit Publikationsverbot belegt, 1936 mit 55 Jahren in München.

Ich bin kein Prophet von Oswald Spengler

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Ich bin kein Prophet
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Über einen Zeitraum von mehr als zwanzig Jahren dokumentieren grösstenteils unbekannte Aufzeichnungen das Denken des vielleicht wirkmächtigsten Vertreters der sogenannten Konservativen Revolution zwischen Erstem Weltkrieg und Nationalsozialismus. Seine Thesen, vor allem sein Vergleich des "Untergangs" alter Zivilisationen mit der Entwicklung des Abendlandes, prägten jahrzehntelang Dichtung und Philosophie: Thomas Mann, Robert Musil, Hermann Hesse, Martin Heidegger, Theodor W. Adorno und viele andere beschäftigten sich kritisch mit Spengler. Von Anfang an reizten dabei sein herrischer Ton, seine zur Schau gestellte Kaltblütigkeit und sein deutschnationaler Aristokratismus, faszinierten aber auch die ungewöhnlichen neuen Blickwinkel auf Geschichte und Gesellschaft. Mit der Edition des politischen Nachlasses, der über 1300 einzelne Fragmente umfasst, wird ein Textkonvolut zugänglich gemacht, das es zum ersten Mal erlaubt, die Entwicklung der politischen und gesellschaftlichen Ideen Spenglers mit ihren Brüchen und Kontinuitäten jenseits der veröffentlichten Werke nachzuvollziehen.

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