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Otto Julius Bierbaum

Dr. Björn Weyand, 1975 geboren, ist Literaturwissenschaftler am Germanistischen Institut der Ruhr-Universität Bochum. Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Reiseliteratur, Konsumkultur, Literatur- und Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts, Literatur- und Kulturtheorie. Wichtigste Publikationen: Poetik der Marke. Konsumkultur und literarische Verfahren 1900–2000 (2013), Christian Krachts Weltliteratur. Eine Topographie (hg. mit Stefan Bronner, 2017), Arbeit und Müßiggang in der Romantik (hg. mit Claudia Lillge und Thorsten Unger, 2017)..
Apl. Prof. Dr. Bernd Zegowitz, 1967 geboren, ist Literaturwissenschaftler an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Forschungsschwerpunkte in den Bereichen Ästhetik des Musiktheaters, Literatur des Vormärz und Theatergeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts. Wichtigste Publikationen: Richard Wagners unvertonte Opern (2000), Der Dichter und der Komponist. Studien zu Voraussetzungen und Realisationsformen der Librettoproduktion im deutschen Opernbetrieb der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (2012), Literaturwissenschaften in Frankfurt am Main 1914–1945 (hg. mit Frank Estelmann, 2017).

Aus dem Irrgarten der Literatur von Otto Julius Bierbaum

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Aus dem Irrgarten der Literatur
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Der Münchner Literat Otto Julius Bierbaum (1865–1910) ist einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Jahrhundertwende. Seine Bücher sind Bestseller, die in etlichen Auf lagen erscheinen. Rastlos schreibt und publiziert er und durchquert dabei verschiedene Genres: Neben der Lyrik und seinen Romanen mischt Bierbaum sich mit Essays in die Literatur- und Kunstdebatten um die Moderne ein, engagiert sich für das Kabarett als Kunstform und überführt den Reisebericht ins automobile und touristische Zeitalter. Er gilt um 1900 als einer der wichtigsten deutschen Lyriker, sein Roman Stilpe zählt für einige Zeitgenossen zu den besten Romanen der Zeit, und die von ihm mitbegründete Zeitschrift Die Insel schreibt Literatur- und Buchkunstgeschichte. Mit zahllosen Künstlern seiner Zeit steht er im Austausch, setzt sich für das Werk Arnold Böcklins ein und fördert den jungen Rainer Maria Rilke, während Max Reger, Arnold Schönberg und Richard Strauss seine Gedichte vertonen. Die von Björn Weyand und Bernd Zegowitz sorgfältig edierte Auswahl aus Bierbaums Werken lädt dazu ein, diese literarische Schlüsselfigur der Jahrhundertwende wiederzuentdecken und sich mit Bierbaums Texten in eine Zeit zu begeben, die sich als Übergangszeit begreift und die gerade deshalb überaus vielgestaltig ist, weil sie nach neuen Formen sucht und diese erprobt. Ein Irrgarten, gelegentlich, in dem Bierbaum lustvoll umherwandelt und den er originell bereichert, immer getreu dem von ihm geprägten Motto: „Humor ist, wenn man trotzdem lacht.“

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