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Humanitäre Hilfe der Schweiz für SS-Kriegsverbrecher
Die Aktion hatten Exponenten der katholischen Kirche in Österreich und des Vatikans zusammen mit einem radikalen Kreis von «Donauschwaben» aus dem Ustaša-Staat Kroatien vorbereitet und aufgegleist. Das ehrgeizige Siedlerprojekt kam erst voran, nachdem sich die Schweizer Caritaszentrale in Luzern eingeschaltet hatte. Angesichts der Grösse der Aufgabe kam sie aber zur Einsicht, dass sie die Aktion nicht allein stemmen konnte – und schaltete schrittweise die Schweizer Europahilfe und damit die Schweizer Behörden ein.
Bundesrat und Parlament winkten die Aktion durch, ohne allzu viele Fragen zu stellen. Nur zu gut passte die Stilisierung von Deutschen zu den Opfern der Nachkriegszeit in ihr Bemühen, von der antisemitisch geprägten Flüchtlingspolitik der Schweiz und ihrer lukrativen Mitwirkung in der nationalsozialistischen und faschistischen Kriegswirtschaft abzulenken. «Humanitäre Hilfe» war ein geradezu ideales Mittel der aussen- und innenpolitischen Krisenbewältigung auf der Grundlage eines organisierten Vergessens.
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