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Band 7
Rassismus
Neu sind die Gleichzeitigkeit einer »Willkommenskultur« und pogromartiger Anschläge gegen Geflüchtete sowie die Etablierung einer offen rassistischen Rechtspartei mit zweistelligen Wahlergebnissen in Landesparlamenten und wohl bald auch im Bundestag. Staatliches Handeln changiert zwischen Grenzschliessung, rassistischer Ausgrenzung und Integrationsdiskursen und trifft dabei auf breiteren zivilgesellschaftlichen Widerstand. Nicht zuletzt sind es geflüchtete Menschen selbst, die sich in vielfältigen Bewegungen und Kämpfen als politische Subjekte artikulieren und Rechte einklagen.
Heute wie damals stellt sich aus subjektwissenschaftlicher Sicht die Frage nach der Funktionalität von Rassismus für die Handlungsfähigkeit der Subjekte in restriktiven gesellschaftlichen Verhältnissen.
Kalpaka/Räthzel, Holzkamp und Osterkamp behandeln u. a. das Verhältnis von Alltags- und institutionellem Rassismus, die Verstrickung in rassistische Verhältnisse, Funktion und Auswirkungen des Integrationsimperativs und die Grenzen einer auf Erziehung und Aufklärung reduzierten antirassistischen Strategie. Daran schliesst sich Philip Cohens Untersuchung der vielschichtigen Strukturen von Rassismus und Antisemitismus im Alltag des Vereinigten Königreichs an, die er mit einer Analyse der Fallen des Antirassismus verknüpft.
Buch (Taschenbuch)
Fr.25.90