Plotin (um 205-270), antiker Philosoph, war der Begründer und bekannteste Vertreter des Neuplatonismus. Seine Ausbildung erhielt er in Alexandria bei Ammonios Sakkas, von dem er maßgebliche Impulse empfing. Ab 244 lebte er in Rom, wo er eine Philosophenschule gründete, die er bis zu seiner tödlichen Erkrankung leitete. Er lehrte und schrieb in griechischer Sprache; seine Schriften waren für den Schülerkreis bestimmt und wurden erst nach seinem Tod einer breiteren Öffentlichkeit bekannt gemacht. In Kreisen der politischen Führungsschicht des Römischen Reichs erlangte er hohes Ansehen. Plotin betrachtete sich nicht als Entdecker und Verkünder einer neuen Wahrheit, sondern als getreuen Interpreten der Lehre Platons, die nach seiner Überzeugung im Prinzip bereits alle wesentlichen Erkenntnisse enthielt. Sie bedurfte aus seiner Sicht nur einer korrekten Deutung mancher strittiger Einzelheiten und der Darlegung und Begründung bestimmter Konsequenzen aus ihren Aussagen. Als Vertreter eines idealistischen Monismus führte Plotin alle Phänomene und Vorgänge auf ein einziges immaterielles Grundprinzip zurück. Das Ziel seiner philosophischen Bemühungen bestand in der Annäherung an das 'Eine', das Grundprinzip der gesamten Wirklichkeit, bis hin zur Erfahrung der Vereinigung mit dem Einen. Als Voraussetzung dafür betrachtete er eine konsequent philosophische Lebensführung, die er für wichtiger hielt als das diskursive Philosophieren.
Zuletzt erschienen
Meisterwerke der Weltphilosophie
Bhagavadgita
Analekten (Konfuzius)
Gespräche von Sokrates (Platon und Xenophon)
Das Gastmahl (Platon)
Der Staat (Platon)
Nikomachische Ethik (Aristoteles)
Tao Te King (Laotse)
Von den Pflichten (Marcus Tullius Cicero)
Selbstbetrachtungen (Marcus Aurelius)
Enneaden (Plotin)
Das Seiende und das Wesen oder De ente et essentia (Thomas von Aquin)
Der Fürst (Niccolò Machiavelli)
Utopia (Thomas Morus)
Von der Ursache dem Princip und dem Einen (Giordano Bruno)
Essays (Michel de Montaigne)
Betrachtungen über die Grundlagen der Philosophie oder Meditationes de prima philosophia (René Descartes)
Neues Organon (Francis Bacon)
Gedanken (Blaise Pascal)
Ethik (Baruch Spinoza)
Die Theodicee (Gottfried Wilhelm Leibniz)
Eine Untersuchung über den menschlichen Verstand (David Hume)
Der Gesellschaftsvertrag (Jean Jacques Rousseau)
Philosophische Untersuchungen über das Wesen der menschlichen Freiheit (Friedrich Schelling)
Ein Versuch über den menschlichen Verstand (John Locke)
Kritik der reinen Vernunft (Immanuel Kant)
Kritik der praktischen Vernunft (Immanuel Kant)
Kritik der Urteilskraft (Immanuel Kant)
Die Metaphysik der Sitten (Immanuel Kant)
Phänomenologie des Geistes (Georg Wilhelm Friedrich Hegel)
Die Hörigkeit der Frau (John Stuart Mill)
Also sprach Zarathustra (Friedrich Nietzsche)
Jenseits von Gut und Böse (Friedrich Wilhelm Nietzsche)
Entweder - Oder (Søren Kierkegaard)
Das Kapital (Karl Marx)
Cartesianische Meditationen und Pariser Vorträge (Edmund Husserl)
Tractatus logico-philosophicus (Ludwig Wittgenstein)
eBook (ePUB)
Fr.2.00