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Rodney Stark

Rodney Stark, geboren 1937, ist ein US-amerikanischer Religionssoziologe. Nachdem er 32 Jahre an der University of Washington in Seattle unterrichtet hatte, wechselte er 2004 zur Baylor University im texanischen Waco, wo er Co-Direktor des Instituts für Religionsstudien wurde. Er ist ein Verfechter der Theorie der rationalen Entscheidung in der Religionssoziologie, die er die "Theorie der religiösen Wirtschaft" nennt. Stark hat 28 zumeist religionsspezifische Bücher veröffentlicht, zu den meistdiskutierten gehört Gods Battalions. The "Case for the Crusades" (dt. Gottes Krieger), 2009, eine Korrektur an dem pejorativen Bild der christlichen Kreuzzüge, und How the West Won: The Neglected Story of the Triumph of Modernity, 2014. Seine provokanten Thesen zur Ausbreitung des Christentums sowie zur Evolutionstheorie, der er vorwirft, "nur eine Wahl zwischen Darwin und dem biblischen Buchstabenglauben" offenzuhalten, haben ihn über die USA hinaus berühmt gemacht. Er bezeichnet sich selbst als Agnostiker und "kulturellen Christen", der sich, selbst wenn er nicht gläubig ist, der westlichen Zivilisation verpflichtet fühlt.

Der Sieg des Abendlandes von Rodney Stark

Neuerscheinung

Der Sieg des Abendlandes
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Das Mittelalter, die menschheitsgeschichtlich gigantische Epoche zwischen dem 6. und dem 15. Jahrhundert, soll also „finster“ und „dumpf“ gewesen sein? Eine Karenzzeit der geistigen, kulturellen und lebenspraktischen Stagnation, die erst durch Reformation und Aufklärung beendet werden konnte? Alles Unfug! Das abwertende Mittelalter-Klischee, das wir alle seit Schultagen mehr oder weniger verinnerlicht haben, ist für den „Gegenaufklärer“ Rodney Stark eine blosse Auswirkung anti-katholischer Propaganda des 18. Jahrhunderts und geht vollkommen fehl. Das europäische Mittelalter, weist Stark mit vitaler Entschiedenheit nach, war vielmehr eine Epoche grösster erfinderischer und wirtschaftlicher Blüte. Und das aus einem Grund: weil es das Christentum gab, dessen Theologie sich (etwa bei der Bibelauslegung) als ausgesprochen anpassungsfähig an stets sich verändernde Lebensumstände erwiesen hat. Diese der zukunftsorientierte Theologie brachte ein Element immanenter VERNUNFT und LOGIK in die mittelalterliche Welt, was konsequent das rationale Wirtschaften und den kapitalistischen Fortschritt nach sich zog. Auf diese Weise, so Stark, konnte das Abendland in puncto ökonomischer Freiheit und Wohlstandsgewinnung alle anderen Zivilisationen auf die Plätze verweisen – mit Recht, auch wenn das heutige Europa, moralische Selbstzersetzung betreibend, das nicht wahrhaben will.

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