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Schalom Ben-Chorin

Der deutsch-israelische Religionswissenschaftler und Essayist Schalom Ben-Chorin (geb. 1913 in München als Fritz Rosenthal; gest. 1999 in Jerusalem) war eine Ikone des jüdisch-christlichen Dialogs.
Aus einer assimilierten deutsch-jüdischen Familie stammend, machte er sich auf die Suche nach den Wurzeln des Judentums. Er engagierte sich in der zionistischen Bewegung und wanderte 1935 nach Israel aus, wo er später die erste jüdische Reformgemeinde gründete.
Ben-Chorin suchte schon in den 1940er Jahren neue Wege des Dialogs zwischen Judentum und Christentum in Palästina/Israel, Als in der Nachkriegszeit Christen in Deutschland nach jüdischen Partnern zur Aufnahme des jüdisch-christlichen Gesprächs suchten, fanden sie in Ben-Chorin eine glaubwürdige, kritische Persönlichkeit und Stimme der Versöhnung. Eines seiner grossen Anliegen war, das Judentum als Wurzel des Christentums und die Gemeinsamkeiten sowie Trennlinien der beiden Religionen begreiflich zu machen. Er war 1961 Mitgründer der Arbeitsgemeinschaft Juden und Christen beim Deutschen Evangelischen Kirchentag.

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Dass der Mandelzweig wieder blüht Produktbild: Dass der Mandelzweig wieder blüht

Dass der Mandelzweig wieder blüht

So wurde mir im dialogischen Prozess mein Judentum klarer, reiner, schöner und tiefer erschlossen als es in monologischer Selbstbescheidung je möglich gewesen wäre. Von Martin Buber hatte ich die Dialogik, das dialogische Denken gelernt. Durch die mir zugewachsene Lebensaufgabe eines Dolmetschs zwischen Judentum und Christentum, zwischen Israel und Deutschland, ist die Dialogik unveräusserlicher Bestandteil meiner Existenz, meiner jüdischen Existenz, geworden.
Schalom Ben-Chorin (S. 134)

Inhalt
Vorwort Erhard Roy Wiehn: Wie das Leben siegt
Avital Ben-Chorin: Geleitwort
Vorwort Tovia Ben-Chorin: Schewach le-"schewach"

Schalom Ben-Chorin: Dass der Mandelzweig wieder blüht
Vorwort Schalom Ben-Chorin
Germania Judaica - Das deutsch-jüdische Verhältnis und
der Staat Israel
Exodus und Exil – Vom Leben in der Fremde
Sprache als Heimat
Im Exil wird die Muttersprache zum Schutzwall
Fremd im eigenen Land?
Die frühen Jahre – In memoriam Hans-Joachim Schoeps
Deutsche Dichtung in Israel
Judenstaat und Judenhass
Ende und Erbe des deutschen Judentums
Wie werden wir, die wir sind?
Quellenangaben
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Buch (Taschenbuch)

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