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Die Tontafeln von Ninive
612 v. Chr. steht Ninive in Flammen, die Hauptstadt des mächtigen Assyrerreichs. Nie wieder sollte es zu seiner einstigen Pracht zurückfinden. Und doch hatte das Feuer auch sein Gutes: Es brannte die zehntausenden Tontafeln der Palastbibliothek und bewahrte sie so für die Zukunft. Erst im 19. Jahrhundert wurden sie ausgegraben, heute sind immer noch nicht alle von ihnen rekonstruiert und entziffert.
Selena Wisnom ist eine der wenigen hundert Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler weltweit, die Keilschrift die älteste Schrift der Welt lesen können. In ihrem neuen Buch führt sie uns nach Ninive zurück und lässt anhand des einmaligen Bestands der Bibliothek des Assurbanipal die Welt des antiken Mesopotamien wieder lebendig werden. Dieser letzte grosse König der Assyrer hatte jahrzehntelang systematisch alle in seinem Reich verfügbaren Texte kopieren lassen und so einen Wissensspeicher von unschätzbarem Wert angelegt. Neben Werken der Weltliteratur wie dem Gilgamesch-Epos finden sich darin auch unzählige Werke über Mathematik, Astronomie, Rechtslehre, Magie und Wirtschaft, die detaillierte Einblicke in das Alltagsleben und die Emotionen der damaligen Menschen erlauben. Über die altgriechische Literatur und die Geschichten des Alten Testaments haben die Welt des Alten Orients und die Sammelleistung Assurbanipals nicht zuletzt auch unsere westliche Kultur fundamental geprägt.
Buch (Gebundene Ausgabe)
Fr.51.90