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Thomas Brasch

Thomas Brasch, Dichter, Dramatiker, Filmschaffender und Übersetzer, eine der markantesten Figuren der neuen deutschen Literatur, wurde 1945 in Westow/Yorkshire (England) als Sohn jüdischer Emigranten geboren und starb 2001 in Berlin. Bis zu dem Jahr, in dem er die DDR verließ (1976), lebte er vorwiegend in Ostberlin. Vor allem Braschs Übersetzungen der Werke von Shakespeare und Tschechow werden auf deutschsprachigen Bühnen viel gespielt. Am 19. Februar 2025 wäre Brasch 80 Jahre alt geworden..Thomas Wild, geboren 1973, Dr.phil., Literatur- und Politikwissenschaftler, freier Autor, lebt in Berlin. Er hat den Briefwechsel zwischen Hannah Arendt und Uwe Johnson sowie das TEXT+KRITIK-Heft 166/167 zu Hannah Arendt mit herausgegeben und ein Buch über die Beziehungen zwischen Arendt und der deutschen Gegenwartsliteratur geschrieben..Olaf Nicolai (*1962) studierte Literatur- und Sprachwissenschaft und promovierte zur Poetik der »Wiener Gruppe«. Seit Anfang der 1990er Jahre ist er regelmäßig in internationalen Ausstellungen vertreten. Er arbeitet multimedial und disziplinübergreifend. Seine künstlerischen Arbeiten und Projekte wurden in zahlreichen internationalen Einzelausstellungen und Präsentationen gezeigt, u. a. im Musée du Louvre in Paris, im Centre Pompidou in Paris, in der Pinakothek der Moderne München, im Museum Boijmans Van Beuningen in Rotterdam und im Watari-Um Museum Tokyo. Er wurde zur documenta X und zur documenta 14 eingeladen. 2015 bespielte Olaf Nicolai im Rahmen des Deutschen Pavillons auf der 56. Biennale von Venedig das Dach des Pavillons mit der siebenmonatigen performativen Installation Giro. Mit der Arbeit 30 Farben, die u. a. in der Sammlung des MoMA in New York vertreten ist, entwickelte er ein Designtool, das er hier – auf Einladung des Suhrkamp Verlags – zur Anwendung bringt.

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Was ich mir wünsche

Liebe ist für Thomas Brasch (1945–2001) eine Haltung, die sich jeder Festlegung verweigert. Eine Haltung, die ihre Träume fürchtend und sehnend der Wirklichkeit aussetzt und das Mögliche stets in den Horizont des Unmöglichen stellt. Braschs dichterische Leidenschaft hofft und verzweifelt, vertraut und betrügt, preist und vernichtet. Und sie belehrt: Wann, wem und wie schreibt man ein erotisches Gedicht?

In dem Band stehen Gedichte, die Brasch eigenständig und zu Lebzeiten publiziert hat, neben literarischen Hinterlassenschaften. Texte aus den frühen Jahren(»Anna, komm …«) sind ebenso vertreten wie Arbeiten aus jüngerer Zeit, etwa eine Gruppe mit Brunke-Gedichten, die in den 1990er Jahren entstanden sind.

Dieses Buch ist Teil der Reihe »75 Jahre Bibliothek Suhrkamp« : Willy Fleckhaus hatte für die Bibliothek Suhrkamp ein ikonisches Coverdesign und eine eigene visuelle Ordnung geschaffen. Mit »30 Farben für Willy Fleckhaus« (2026) greift Olaf Nicolai diese Gestaltung auf und aktualisiert die scheinbar zeitlose Gestaltungsgrammatik. Mit deren mathematisch berechneten Kombinationen bespielt er dieses Raster und verändert unseren Blick auf Fleckhaus’ Arbeit: Was ursprünglich als funktionaler Entwurf gedacht war, wird jetzt als konzeptuelle Struktur sichtbar. Nicolai erzeugt so eine neue Aufmerksamkeit für die Reihe als Form, er konserviert sie nicht, er aktiviert sie, er zeigt die Bibliothek Suhrkamp als eine höchstlebendige Struktur.

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Buch (Gebundene Ausgabe)

ab Fr.27.90

Weitere Formate ab Fr.18.00

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