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Schiffbruch
Im November 2021 kentert ein Schlauchboot mit 29 Migranten, die von Frankreich nach Grossbritannien unterwegs sind. Trotz zahlreicher per Handy abgesetzter Notrufe schickt die französische Marineoffizierin, die in dieser Nacht für die Seenotrettung zuständig ist, keine Hilfe. Sie geht davon aus, dass das Boot im Ärmelkanal in Richtung britischer Gewässer treibt, und teilt den Verzweifelten mit, sie müssten die Briten um Hilfe bitten. Als ein Rettungsboot schliesslich am Unglücksort eintrifft, sind alle Menschen bis auf zwei ertrunken. Basierend auf dieser wahren Begebenheit, erzählt Vincent Delecroix in seinem Roman « Schiffbruch » von der jungen Frau, die die Anrufe entgegennimmt. Sie wird beschuldigt, ihre Pflicht verletzt zu haben, weigert sich jedoch, die Schuld auf sich zu nehmen. Warum sollte sie mehr Verantwortung tragen für diese Tragödie als wir alle, die wir von aussen zuschauen? Fesselnd fängt Delecroix nicht nur den schleichenden Schrecken dieser Nacht ein, sondern wirft zugleich die Frage nach persönlicher Schuld auf und unser aller Gewissen: Wie viel ist ein Menschenleben wert?
Buch (Gebundene Ausgabe)
ab Fr.34.90