Meine letzte RezensionWeiße Löchervon Carlo Rovelli
Das Universum, ein Sachthema, das mich seit langer Zeit fasziniert, für dessen tiefere Kenntnis bzw. Erforschung jedoch Kenntnisse von Mathematik und Physik erforderlich sind, die ich nicht mehr aufzuholen im Stande bin (bzw. mir auch Zeit, Geduld und Flair fehlen). Gleichwohl beschäftige ich mich immer wieder gerne oberflächlich damit.
“Weisse Löcher” ist nicht oberflächlich - richtet sich aber auch nicht an ein Fachpublikum. Vielmehr schafft Rovelli den Spagat und vermag es schwarze Löcher - und deren Umkehrung, die weissen Löcher - auch für ein Laienpublikum einigermassen verständlich darzustellen.
Normalerweise ist es schwierig für mich mit Aphantasie mir die Dinge bildlich vorstellen zu können. Da schwarze Löcher unsere gewöhnliche Vorstellung von Raum und Zeit aber sowieso übertreten bzw. in Dimensionen wirken, die wir verstandesmässig nur schwer fassen können, wog das nicht so schwer. Auch liefert Rovelli ein paar Grafiken, die das Abstrakte in eine einigermassen fassbare Form helfen bringen – und da liegt für mich die besondere Leistung seines Buches.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass sich der Inhalt hauptsächlich um schwarze Löcher dreht – weisse Löcher werden als das logische (und theoretische) Gegenstück dazu postuliert und setzen Kenntnis der schwarzen Löcher voraus.