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Profilbild von Svenja Halter Svenja Halter Filiale: Rösslitor Orell Füssli St. Gallen
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Meine letzte Rezension Die seligen Jahre der Züchtigung von Fleur Jaeggy
Ein namenloses Mädchen wird von ihren Eltern von einem Internat ins Nächste geschickt, wo Disziplin und Kälte vorherrschend sind. Einzig ihre morgendlichen Spaziergänge geben ihr ein Gefühl von Freiheit. Als die Erzählerin Frédérique kennenlernt, entwickelt sich eine zarte Liebe zwischen ihnen. Fleur Jaeggy schreibt in einer völlig reduzierten Sprache, was jedem geschriebenen Wort jedoch eine gewisse Dringlichkeit und Wichtigkeit verleiht. Trotz der häufig düsteren Stimmung, finden sich in ihren messerscharfen Beobachtungen ein Hauch von Komik und eben diese zaubern einem beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.
ab Fr. 18.90
Die seligen Jahre der Züchtigung
5/5
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Die seligen Jahre der Züchtigung

Ein namenloses Mädchen wird von ihren Eltern von einem Internat ins Nächste geschickt, wo Disziplin und Kälte vorherrschend sind. Einzig ihre morgendlichen Spaziergänge geben ihr ein Gefühl von Freiheit. Als die Erzählerin Frédérique kennenlernt, entwickelt sich eine zarte Liebe zwischen ihnen. Fleur Jaeggy schreibt in einer völlig reduzierten Sprache, was jedem geschriebenen Wort jedoch eine gewisse Dringlichkeit und Wichtigkeit verleiht. Trotz der häufig düsteren Stimmung, finden sich in ihren messerscharfen Beobachtungen ein Hauch von Komik und eben diese zaubern einem beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.

Svenja Halter
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Die seligen Jahre der Züchtigung von Fleur Jaeggy

Meine Lieblingswerke

  • In Memoriam von Alice Winn
    5/5

    In Memoriam

    All Quiet On The Western Front meets Dead Poets Society. It's 1914, the young men of the elite boarding school Preshute flick through the newspaper, absorbing every detail about World War I and the already heroically fallen soldiers in constant fear of recognizing a name. Henry Gaunt, half-german, feels different about the war against his peers naive beliefs in heroic tales. To save the family's reputation Gaunt enlists despite his anti-war sentiments. Sidney Ellwood, a promising young poet, is staying behind. He's keeping a correspondence with Gaunt that uncovers the real bond they share. Ellwood can no longer resist the tempting thought of fighting for his country due to the sudden loss of his best friend more so the man he's secretly in love with and the fact that his friends are dying in the trenches, one after an other. When arriving at the front, Ellwood gets to know the real face of war and it's going to change him irrevocably. "In Memoriam" is a beautifully written, heart-wrenching novel about love, friendship, brotherhood, violence, war and trauma. A book I won't and don't want to forget. Definitely my favourite book this year so far.

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    In Memoriam von Alice Winn
  • Die Lüge von Mikita Franko
    5/5

    Die Lüge

    Mikita wächst bei seinem Onkel Slawa und dessen Partner Lew in einer russischen Kleinstadt auf. Mit der Einschulung beginnt für Miki eine Zeit voller Lügen. Auserhalb seines Zuhauses darf der Junge kein Sterbenswörtchen über seine Familienverhältnisse verlieren, da dem Onkel sonst der Verlust des Sorgerechts droht. Wenn Miki einmal Freunde mit nach Hause bringt, müssen zuerst alle Familienfotos entfernt werden, auch dass er in einem Aufsatz über das Thema Familie nicht von seinen Eltern erzählen darf, bedrückt ihn sehr. Allein das Erfinden von Geschichten bietet Miki Zuflucht, doch auch diese Freude wird von seiner Lehrerin zerstört. In Mikis Innern wächst eine enorme Wut heran, über das ständige Lügen und das grausame Mobbing eines Schulkameraden. Als er in seiner Jugend erkennt, dass er selbst queer ist, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er fühlt sich als wäre er der perfekte Beweis für die die homophobe Propaganda, die behauptet queere Menschen erziehen wiederum queere Kinder. Bei "Die Lüge" handelt es sich um eine unglaublich berührende Geschichte, die noch lange nachklingt. Ich bin absolut begeistert und möchte diese Lektüre jeder Person ans Herz legen. Einen solch beeindruckenden Roman habe ich schon eine Weile lang nicht mehr gelesen!

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    Die Lüge von Mikita Franko
  • Ein einsamer Ort von Dorothy B. Hughes
    5/5

    Ein einsamer Ort

    Absolut genial! Dorothy B. Hughes lässt einem in "Ein einsamer Ort" in eine komplett andere Welt eintauchen. Dix Steele ist jung, bequem, gerissen, aber vor allem unzufrieden mit seinem jetzigen Leben in den späten 40er-Jahren. Während des Krieges verbrachte er als Jagdpilot ein wohlhabendes, ruhmvolles und aufregendes Leben, dass ihm just nach Kriegsende entrissen wurde. Nun plätschern seine Tage nur so vor sich hin, doch ein Neuanfang in Los Angeles mit der Wohnung und Kleidung seines Kollegen soll das ändern. Im Dunkel der Nacht lauert er Frauen auf, sehnt sich nach dem Kick des Fliegens und mordet. Als er auf seinen alten Freund Brub Nicolai trifft, der mittlerweile geheiratet hat und erfährt, dass Brub bei der Polizei tätig ist, ändert sich so einiges für Dix. Mörder und Ermittler stehen sich gegenüber, ohne das Wissen des Letzteren, was Dix den erhofften Nervenkitzel verschafft. Gleichzeitig fasziniert und fürchtet er sich vor Brubs Frau Silvia, die ihn zu durchschauen scheint. Im Laufe des Kriminalromans macht der Protagonist die Bekanntschaft Laurels, die unabhängige, verführerische Nachbarin, welche sofort seine neuste Obsession wird. Dorothy B. Hughes lässt die Leser*innen direkt teilhaben an der gestörten Psyche Dix Steeles. Sein Gemütszustand wechselt sekundenschnell von liebestrunken zu wutentbrannt, von beherrscht zu völlig aufgewühlt. Dies erzählt die Autorin extrem präzise und wortgewaltig, wodurch man ihr jedes einzelne Wort abkauft. Ihr Roman veranschaulicht den klaren Zusammenhang zwischen toxischer Männlichkeit und Femiziden und schafft damit eine ungemeine Aktualität. Beizeiten könnte Dix einem regelrecht leidtun, da er sich überhaupt nicht mehr in der Nachkriegswelt zurechtfindet und diese Unsicherheit mittels Gewalt bewältigen möchte. Das meisterhaft geschriebene Buch wurde nun endlich nochmals veröffentlicht und es ist fast nicht zu glauben, dass Hughes so wenig Aufmerksamkeit zuteil wurde. Insgesamt fand ich nicht nur den Schreibstil äusserst ansprechend, sondern auch die Tatsache, dass von Anfang bis Ende Hochspannung herrscht, jedoch kein einziger Mord aktiv beschrieben wird.

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    Ein einsamer Ort von Dorothy B. Hughes
  • Der bunte Schleier von William Somerset Maugham
    4/5

    Der bunte Schleier

    "Der bunte Schleier" erzählt die Geschichte der oberflächlichen und gelangweilten Kitty Garstin, die völlig überstürzt den Wissenschaftler Walter Fane im frühen 20. Jahrhundert heiratet. In der Kolonie Hongkong beginnt sie eine Affäre, die ihr Leben für immer verändern wird. Kitty entwickelt sich im Laufe des Buches zu einer reflektierten Frau und erkennt, was eigentlich im Leben wirklich zählt. Maugham entwirft eine psychologische Charakterstudie, welche durch die unterhaltsame Natur des Handlung und dem wunderbaren Schreibstil abgerundet wird. Eine Geschichte über Reue und Vergebung, Egoismus und Nächstenliebe und vor allem um den Sinn des Lebens.

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    Der bunte Schleier von William Somerset Maugham
  • Heimkehren von Yaa Gyasi
    5/5

    Heimkehren

    "Heimkehren" beginnt Mitte des 18. Jahrhunderts im heutigen Ghana und handelt von zwei Schwestern, Effia und Esi, die sich nie kennenlernen werden, denn ihr Leben verläuft grundlegend verschieden. Effia wird mit dem britischen Kolonialherren James verheiratet, während Esi als Sklavin nach Amerika verkauft wird. Der Roman zeigt das Leben von sechs Generationen in Ghana und den USA bis in die Gegenwart hinein, befasst sich mit Armut, Zwangsarbeit, Unterdrückung und Gewalt. Alle Charaktere kämpfen für ihr Glück, ihre Freiheit, ihre Überzeugungen, wobei oftmals nur Verzweiflung übrigbleibt. Yaa Gyasi gestaltet ihre Figuren äusserst vielschichtig und liebenswürdig, erzählt alle Lebensgeschichten so prägnant und eindrücklich, dass ich das Buch nicht weglegen konnte.

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    Heimkehren von Yaa Gyasi
  • Miss Island von Auður Ava Ólafsdóttir
    5/5

    Miss Island

    Die junge Isländerin Hekla träumt in den 1960er davon Schriftstellerin zu werden. Sie verlässt ihr verschlafenes Heimatdorf und reist nach Reykjavík, um ihren Traum zu verwirklichen. Schon früh wird Hekla klar, dass sich ihr Vorhaben doch als nicht so einfach herausstellt, denn von der männerdominierten Buchbranche wird sie nicht ernst genommen. Damit ist sie nicht alleine. Ihr bester Freund Jon kämpft ebenfalls mit den Erwartungen der Gesellschaft, die er unmöglich erfüllen kann. Die beiden machen sie sich zusammen auf den Weg, um diese Konventinen hinter sich zu lassen. Eine berührende und vor allem poetische Geschichte über die Suche nach Freiheit!

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  • Die seligen Jahre der Züchtigung von Fleur Jaeggy
    5/5

    Die seligen Jahre der Züchtigung

    Ein namenloses Mädchen wird von ihren Eltern von einem Internat ins Nächste geschickt, wo Disziplin und Kälte vorherrschend sind. Einzig ihre morgendlichen Spaziergänge geben ihr ein Gefühl von Freiheit. Als die Erzählerin Frédérique kennenlernt, entwickelt sich eine zarte Liebe zwischen ihnen. Fleur Jaeggy schreibt in einer völlig reduzierten Sprache, was jedem geschriebenen Wort jedoch eine gewisse Dringlichkeit und Wichtigkeit verleiht. Trotz der häufig düsteren Stimmung, finden sich in ihren messerscharfen Beobachtungen ein Hauch von Komik und eben diese zaubern einem beim Lesen ein Lächeln auf die Lippen.

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  • If We Were Villains von M. L. Rio
    5/5

    If We Were Villains

    A love letter to Shakespeare and the theatre. Seven close friends studying at Dellecher Conservatory get absorbed in Shakespeare's tragedies which leads them to commit murder upon a dear friend. A mystery crime novel that drives you absolutely insane with its bewitching prose and captivating plot. For The Secret History and Dark Academia lovers.

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    If We Were Villains von M. L. Rio
  • Wölfe von Hilary Mantel
    5/5

    Wölfe

    Bei "Wölfe" von Hilary Mantel handelt es sich um einen starken Auftakt der Tudor-Trilogie. Der extrem spannende und ausführliche Historienroman spielt zwischen 1520-1535 im gespaltenen England. Thomas Cromwell, Sohn eines Schmiedes, arbeitet sich geschickt als Kaufmann in den Dienst des Kardinals Wolsey auf und endet als Berater des berühmt berüchtigten Henry VIII. Denn nur Cromwell ist willens mit Rom zu brechen um dem König die Scheidung und damit zweite Ehe mit Anne Boleyn zu ermöglichen. "Wölfe" folgt den Schritten Cromwells sehr detailliert, weshalb der Roman ein gewisses Grundwissen voraussetzt. Andernfalls würde sich eine gewisse Überforderung anhand der zahlreichen Adligen mit ihren Titeln, Ländereien und Machtinteressen einstellen. Anfangs fiel mir der Schreibstil etwas schwer, ich konnte der Handlung und den verschiedenen Charakteren nicht recht folgen, doch nach etwa 100 Seiten kam ich damit gut zurecht. Einen Pluspunkt gewann die Autorin vor allem, weil sie die Vorkommnisse nicht einfach trocken schildert wie bei historischem Stoff die Gefahr besteht, sondern immer wieder mit ironischen Bemerkungen glänzt. Die Autorin umgeht Gerüchte und ihren Wahrheitsgehalt bezüglich Anne Boleyn geschickt indem sie immer wieder Anspielungen einfliessen lässt, diese jedoch nicht näher verfolgt. Thomas Cromwell, bekannt als politisches Genie, ist in ihrer Interpretation sehr vielschichtig, höchstintelligent, doch nicht ohne Fehler gezeichnet, was mir sehr sympathisch war. Henry VIII hingegen fand ich etwas zu harmlos charakterisiert, denn es ist allgemein bekannt wie sehr er den Frauen am Hof nicht gerade abgeneigt war. Durch diesen Roman erhält man einen interessanten Einblick in die Politik der damaligen Zeit, wie die Machtverhältnisse aufgebaut, wie sehr die Stimmung im England der 1530er-Jahre aufgeladen war. "Wölfe" erlaubt einem die historischen Ereignisse und Brennpunkte nachzuvollziehen. Mich hat dieser erste Band der Trilogie von Hilary Mantel völlig begeistert zurückgelassen. Man fiebert ständig mit Cromwell mit, denn die Launen Henrys sind nicht zu unterschätzen und damit ist es nur eine Frage der Zeit bis Cromwell den Platz an der Spitze räumen muss.

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    Wölfe von Hilary Mantel
  • Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara
    4/5

    Ein wenig Leben

    Bei "Ein wenig Leben" handelt es sich um die bemerkenswerte Geschichte vierer Jugendfreunde, die sich in all den Jahren nie aus den Augen verlieren und die Höhen und Tiefen des Lebens gemeinsam überstehen. Vor allem Jude St. Francis wird immer wieder von Schicksalsschlägen heimgesucht, die seine Beziehungen auf die Probe stellen. Die schweren Thematiken, die hier angesprochen und grafisch beschrieben werden, hätten definitiv einige Trigger-Warnungen am Anfang des Buches verdient. "Ein wenig Leben" ist ein intensives, grausames und auf eine Art doch hoffnungsvolles Buch, welches ich nicht mehr weglegen konnte.

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    Ein wenig Leben von Hanya Yanagihara

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