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Meine letzte Rezension Wie kann sie nur? von Sophie Passmann
„Wie kann sie nur?“ ist kein klassisches feministisches Sachwerk, sondern eher eine Art Momentaufnahme einer Generation, die stark von Social Media geprägt ist. Das Buch zeigt Menschen, die sich ständig selbst beobachten, vergleichen und hinterfragen, während sie gleichzeitig genau diese Selbstbeschäftigung nicht lassen können. Zentral ist dabei der Blick auf die eigene Wahrnehmung und den Druck, sowohl attraktiv als auch intelligent wirken zu wollen. In einem der Gedanken heißt es sinngemäß, man wolle so klug erscheinen, dass andere überrascht sind, wenn man gleichzeitig gut aussieht. Solche Aussagen machen die innere Zerrissenheit deutlich. Neben persönlichen Erfahrungen beschreibt die Autorin viele Internetphänomene und Trends, etwa Idealbilder auf Plattformen, „Tradwives“, „Clean Girls“ oder virale Begriffe wie „Brat Summer“. Diese werden gesammelt, erklärt und kommentiert, wodurch ein breites Bild der Online-Kultur entsteht. Manchmal wirkt die Darstellung jedoch etwas ausführlich und fast erklärend, als müsste das Internet für Aussenstehende verständlich gemacht werden. Dadurch entsteht gelegentlich der Eindruck einer gewissen Distanz oder Überinszenierung. Insgesamt ist das Buch dennoch unterhaltsam und aufschlussreich. Es zeigt sehr gut, wie stark das digitale Umfeld Denken und Selbstbild beeinflusst, auch wenn nicht jede Passage gleich stark überzeugt.
ab Fr. 18.00
Produktbild Wie kann sie nur?
4/5
  • Lara
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4/5

Wie kann sie nur?

„Wie kann sie nur?“ ist kein klassisches feministisches Sachwerk, sondern eher eine Art Momentaufnahme einer Generation, die stark von Social Media geprägt ist. Das Buch zeigt Menschen, die sich ständig selbst beobachten, vergleichen und hinterfragen, während sie gleichzeitig genau diese Selbstbeschäftigung nicht lassen können. Zentral ist dabei der Blick auf die eigene Wahrnehmung und den Druck, sowohl attraktiv als auch intelligent wirken zu wollen. In einem der Gedanken heißt es sinngemäß, man wolle so klug erscheinen, dass andere überrascht sind, wenn man gleichzeitig gut aussieht. Solche Aussagen machen die innere Zerrissenheit deutlich. Neben persönlichen Erfahrungen beschreibt die Autorin viele Internetphänomene und Trends, etwa Idealbilder auf Plattformen, „Tradwives“, „Clean Girls“ oder virale Begriffe wie „Brat Summer“. Diese werden gesammelt, erklärt und kommentiert, wodurch ein breites Bild der Online-Kultur entsteht. Manchmal wirkt die Darstellung jedoch etwas ausführlich und fast erklärend, als müsste das Internet für Aussenstehende verständlich gemacht werden. Dadurch entsteht gelegentlich der Eindruck einer gewissen Distanz oder Überinszenierung. Insgesamt ist das Buch dennoch unterhaltsam und aufschlussreich. Es zeigt sehr gut, wie stark das digitale Umfeld Denken und Selbstbild beeinflusst, auch wenn nicht jede Passage gleich stark überzeugt.

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