Jochem Hendricks trug für die Serie der Augenzeichnungen einen speziellen Helm, der mit zwei Infrarot-Strahlen ausgerüstet war, die wiederum mit kleinen Videokameras gekoppelt waren. Die Infrarot-Strahlen verfolgten als Reflex auf der Hornhaut die Bewegungen von linkem und rechtem Auge beim Lesen, Schreiben, beim Betrachten einer Rechnung und eines Kontostandes, beim Blick in den Spiegel. Die Bewegungen der zwei Augen wurden von den Videokameras getrennt aufgezeichnet, anschliessend digitalisiert und dann als Strichzeichnungen umgesetzt.
Augenzeichnungen erschien 1993 anlässlich der Ausstellung Zeichnung in der Kunsthalle St. Gallen in Zusammenarbeit mit dem damaligen Kurator Josef Felix Müller.
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