Erzählstrukturen der Artusliteratur Forschungsgeschichte und neue Ansätze
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
01.10.1999
Herausgeber
Friedrich Wolfzettel + weitereVerlag
De GruyterSeitenzahl
366
Maße (L/B/H)
23/15.5/3.1 cm
Gewicht
788 g
Auflage
Reprint 2010
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-484-64010-8
Der scheinbar unspezifische und inzwischen abgegriffene Strukturbegriff ist aus der Forschung über den Artusroman in Vers und Prosa nicht wegzudenken; denn anders als in der oral verankerten Epik begreift sich der frühe Artusroman bekanntlich erstmals als individuell verantwortete, bewusst fiktionale und tendenziell autonome Struktur oder conjointure . Von Anfang an kreiste die Artusforschung daher um Formprobleme und versuchte, im Laufe ihrer Geschichte – nicht zuletzt unter dem Einfluss der jeweils herrschenden Forschungsparadigmen – narrative Modelle für die Erhellung arthurischer Strukturgesetzlichkeiten nutzbar zu machen. Das berühmteste Beispiel ist hier sicherlich die Doppelwegtheorie, die, von Wilhelm Kellermann vorweggenommen, in der Nachkriegsforschung zu einem Paradigma aufrückte und die These einer spezifischen „Artusstruktur“ (Hugo Kuhn) rechtfertigte. Der am Ende des 20. Jahrhunderts erreichte Zustand der Verfügung über die einzelnen Forschungsetappen – genau ein halbes Jahrhundert nach der Gründung der Internationalen Artusgesellschaft – legte es für die Deutsche Sektion nahe, Bilanz zu ziehen und eine kritische Überprüfung früherer Ergebnisse mit dem Versuch weitergehender Ansätze zu verbinden.
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