Entgrenzung als Erkenntnis- und Gestaltungsaufgabe. Festschrift für Reimut Jochimsen zum 65. Geburtstag.
-
- Deutsch ausgewählt
Fr. 101.00
inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
07.10.1998
Abbildungen
Frontispiz, Tabellen, Abbildungen
Herausgeber
Ullrich Heilemann + weitereVerlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
372
Maße (L/B/H)
23.6/16.4/2.2 cm
Gewicht
630 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-09626-8
Nach dem Studium in Bonn und Freiburg folgten 1959 die Promotion und 1964 die Habilitation. Mit 31 Jahren erhielt er einen Ruf an die Universität Kiel; 1969 wurde er dort zum Rektor designatus gewählt. Doch dann kam der Wechsel, der Drang zum Politischen obsiegte: Jochimsen übernahm im Bundeskanzleramt die Leitung der Planungsabteilung. Ihm oblag es, die vielfach unkoordiniert arbeitenden und vornehmlich ihre eigenen politischen Konzepte verfolgenden Ressorts auf eine Querschnittsplanung »einzuschwören«. 1973 wechselte er als Staatssekretär in das Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft. 1978 rief ihn Johannes Rau als Wissenschaftsminister in sein Kabinett, gefolgt (ab 1980) von einer 10jährigen Tätigkeit als Wirtschaftsminister; mit seinem Namen verbinden sich u. a. die »Zukunftsinitiative Montanregion« und die »Zukunftsinitiative Nordrhein-Westfalen«, mit deren Hilfe der Strukturwandel in Nordrhein-Westfalen vorangetrieben werden konnte. Selbst Kritiker bescheinigten Reimut Jochimsen, dass er u. a. mit technologiepolitischen Anstössen wesentlich zur Beschleunigung längst fälliger Anpassungsprozesse beigetragen hat und sich energisch und erfolgreich für die nordrhein-westfälische Industrie - auch im Ausland - engagierte.
Als Präsident der Landeszentralbank von Nordrhein-Westfalen (ab 1990) profilierte er sich als engagierter Verfechter der Stabilitätspolitik; er befürwortet durchaus das Anliegen einer Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, doch Fehlern und Unzulänglichkeiten bei ihrer Realisierung will er vorbeugen. Mit seiner abwägenden Distanz hat er sich auch auf internationalem Parkett einen Namen gemacht.
Lässt man die Arbeiten von Reimut Jochimsen Revue passieren, so zeigt sich von den ersten Arbeiten zur Wohlstandsökonomik über die zu Rolle und Bedeutung der Infrastruktur, die Neukonzeptionierung der politischen Planung bis hin zur letzten Monographie, der zweiten Auflage der »Perspektiven der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion«, dass es bei ihnen im Kern immer auch um Entgrenzung, die Auflösung von »Grenzen« geht: Welche Schwierigkeiten entstehen durch Entgrenzung? Wie zweckmässig ist und welche Vorteile bringt sie? Mit welchen ökonomischen und politischen Kosten kann man sich ihr entziehen? Der vorliegende Band orientiert sich unter diesem Leitthema an den Stationen des Lebensweges von Reimut Jochimsen: Nach Würdigungen des Politikers Jochimsen befasst sich der zweite Teil mit Themen der Regionalwissenschaft. Aspekte der politischen Planung, der Wissenschaftspolitik und der Wirtschaftspolitik sind Gegenstand der folgenden Teile. Im sechsten Abschnitt geht es schliesslich um Fragen der Geldpolitik, dem sich als besonderer Aspekt die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion anschliesst. Der achte und letzte Teil widmet sich dann den Problemen einer globalisierten Wirtschaft.
Kundinnen und Kunden meinen
Verfassen Sie die erste Bewertung zu diesem Artikel
Helfen Sie anderen Kund*innen durch Ihre Meinung