Transmissionsmechanismen der Geldpolitik.
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
29.01.1999
Abbildungen
Tabellen, Abbildungen
Herausgeber
Ernst BaltenspergerVerlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
141
Maße (L/B/H)
23.5/15.6/1.2 cm
Gewicht
205 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-09733-3
G. Winckler und S. Kaufmann untersuchen in ihrem Beitrag den Transmissionsprozess in kleinen, offenen Volkswirtschaften am Beispiel Österreichs und der Schweiz. Gemäss den geschätzten Resultaten reagierten die Industrieproduktion und das Preisniveau in Österreich erwartungsgemäss verzögert auf Veränderungen der deutschen geldpolitischen Variablen, während sie in der Schweiz von der an der inländischen Geldmenge orientierten Geldpolitik der Schweizerischen Nationalbank beeinflusst werden.
Der Aufsatz von P. Bofinger, J. Reischle und A. Schächter analysiert den Geldangebotsprozess und befasst sich dabei mit dem sogenannten Kreditansatz. Während die Zentralbank in bisherigen Modellen das Bankensystem vor allem über die Reservepolitik beeinflussen kann, betont der im Artikel vorgestellte preistheoretische Ansatz die Kontrolle der Zentralbank über einen kurzfristigen Zinssatz, wie es auch der gängigen Praxis der Notenbanken entspricht.
Davon ausgehend, dass für die geldpolitische Strategie der Europäischen Zentralbank entweder eine Geldmengensteuerung oder eine direkte Inflationssteuerung in Frage kommen, werden im Beitrag von V. Clausen die Eigenschaften diskutiert, die eine Geldnachfrage in einem Regime der Geldmengensteuerung aufweisen sollte. Im empirischen Teil der Arbeit werden die Geldnachfragen sowohl für die einzelnen Mitgliedsländer als auch für die gesamte Europäische Währungsunion geschätzt und auf ihre Stabilitätseigenschaften überprüft.
Die Frage, ob die Phillipskurve linear oder konvex ist, steht im Zentrum der Studie von B. Lüscher. Die für die Schweiz präsentierte Evidenz stützt die These einer nichtlinearen Phillipskurve, was der Geldpolitik die Möglichkeit eröffnet, realwirtschaftliche Einflüsse auszuüben. Eine vorausschauende und glaubwürdige Politik, welche die Varianz des Outputs um seinen Trend reduziert, erhöht somit das Durchschnittsniveau des Outputs.
D. Domanski und M. Kremer schliesslich gehen in ihrem Beitrag auf die Rolle der Aktienpreise für die Geldpolitik ein. Dabei wird der Preisbildungsprozess am deutschen Aktienmarkt anhand eines Dividend Discount Modells analysiert. Die empirischen Resultate weisen darauf hin, dass die Geldpolitik in Deutschland den Marktteilnehmern eine gute Orientierung ermöglicht und die Erwartungsbildung erleichtert hat.
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