Das Werk stellt eine Arbeit zur Theoriegeschichte des Völkerrechts im 20. Jahrhundert dar. Im Zentrum der historischen Rekonstruktion stehen die Völkerrechtslehren Hans Kelsens und seiner wichtigsten Schüler. Vor dem Hintergrund der völkerrechtstheoretischen und rechtspolitischen Debatten seiner Zeit wird ein übergreifender Erklärungsansatz für die spezifische Ausrichtung und innere Struktur des völkerrechtlichen Werkes Hans Kelsens entwickelt. Im Vordergrund steht die Aufarbeitung der grundlegenden zeitgenössischen Diskurse über Methode und Konstruktion des »modernen« Völkerrechts, die Kelsen und seine Schüler beeinflussten und zugleich von ihnen massgeblich geprägt wurden. Berücksichtigung finden hierbei aber auch die von Kelsen während des Ersten Weltkrieges vorgefundenen völkerrechtstheoretischen Ansätze des 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Der dargebotene »Schlüssel« zu Hans Kelsens völkerrechtlichen Schriften erklärt, warum diese einerseits zu den am heftigsten kritisierten völkerrechtstheoretischen Ansätzen des letzten Jahrhunderts gehören und andererseits ihre Faszination für die Völkerrechtswissenschaft auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch nicht eingebüsst haben.
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