Paul Celan – Die Goll-Affäre Dokumente zu einer ›Infamie‹
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
04.10.2000
Abbildungen
mit 13 Abbildungen
Herausgeber
Barbara WiedemannVerlag
SuhrkampSeitenzahl
926
Maße (L/B/H)
21.6/13.9/4.7 cm
Gewicht
962 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-518-41177-3
Erstmals wird nun das äusserst schwer erreichbare Material zu diesen – in ihrer Bedeutung für das Werk Paul Celans kaum zu überschätzenden – Vorgängen lückenlos aufgedeckt. Enthalten sind die frühen Zeugnisse der Begegnung beider Dichter, die bislang unveröffentlichten Goll-Übertragungen Celans, sein Briefwechsel mit Claire Goll, die (zum grossen Teil unpublizierten) Briefe, Texte, Entwürfe und Notizen Celans zu den Plagiatvorwürfen. Die Sammlung dokumentiert die von Claire Goll entfesselte Pressekampagne, die Ausläufer der Affäre und das polemische Wiederaufflackern nach Celans Tod. Kenntlich wird, wie Claire Golls Vorwürfe mit ihren manipulativen Editionsverfahren am Nachlass Yvan Golls zusammenhängen, vor allem aber, warum Celan diese Auseinandersetzung mit ihrer antisemitischen Stossrichtung als einen Vernichtungsfeldzug, als seine persönliche Dreyfus-Affäre verstehen musste. Kenntlich wird schliesslich auch, weit über den engeren Plagiatvorwurf hinaus, welche Mentalitäten im Deutschland der 50er und 60er Jahre meinungsbildend am Werk waren.
Barbara Wiedemann hat das umfangreiche, oft verborgene Material in vieljähriger detektivischer Arbeit zusammengetragen und durch einen Kommentar erschlossen, der die Hintergründe der Affäre ausleuchtet und die Motive der Handelnden zu begreifen sucht.
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