Nach zwei Theaterjahrzehnten, die insbesondere in Deutschland von der postmodernen Ästhetik bestimmt waren, wendet sich Lohers Dramatik von dem ab, was sie als „postmodernes Orientierungslosigkeitgefasel“ bezeichnet. Der vorliegende Band zeichnet in genauen Analysen nach, auf welche Weise Loher in ihren Stücken die Moderne wiederbelebt. Dabei bezieht die Autorin sich vor allem auf die Theaterästhetik Brechts. Vor dem Hintergrund des politischen Theaters entwickelt sie eine „moderne“ Dramatik, die erneut den Menschen und seine materiellen Lebensbedingungen im Spätkapitalismus behandelt. Das Buch untersucht die dramatischen Strukturen in Lohers Theaterstücken und zeigt dabei, auf welche Weise die Dramatikerin einerseits aus Brechts Werk schöpft, andererseits seine Theaterästhetik in ihren Stücken kritisch reflektiert.
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