Seit Jahrzehnten wächst in den meisten Industrieländern die Politikerverdrossenheit kontinuierlich. Die geringe Wahlbeteiligung verdeutlicht das öffentliche Desinteresse am Handeln der Volksvertreter: In Deutschland beispielsweise gingen seit 1980 über 10 Prozent weniger Bürger zu den Wahlurnen. In vielen anderen Ländern Europas und Nordamerikas sieht es ähnlich dürftig aus. Wie ist diese Politikermüdigkeit zu erklären? Welche Rolle übernehmen die Staatslenker unserer Zeit im Medienwust? Wann hört ein Politiker heutzutage auf, Privatperson zu sein? Was muss er unternehmen, um die Aufmerksamkeit seiner Wähler zu gewinnen und zu behalten? Die Autorin Diana Atanassova erklärt einführend den Begriff der politischen Kommunikation und beschreibt deren Notwendigkeiten, Strategien und Ziele. Darauf folgen die aktuellen Trends der Berichterstattung in einigen Ländern, mit besonderem Blick auf Schweden. Anschliessend geht die Autorin den Fragen nach, welches Bild der Politik zwei grosse schwedische Tageszeitungen vermitteln und wie schwedische Redakteure ihre journalistische Sorgfaltspflicht zu erfüllen versuchen.
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