Das Ende der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa hat nicht nur eine Fülle von politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Veränderungen angestossen, sondern auch die Sprache der jeweiligen Länder und der Menschen östlich des nun der Vergangenheit angehörenden Eisernen Vorhangs grundlegend beeinflusst. Strömungen in der Sprachentwicklung, die vor 1989 gar nicht denkbar oder vielleicht nur latent vorhanden waren, konnten und können sich in der neuen Situation frei entfalten, denn mit den Regimen endete auch die Herrschaft ihrer Diktion über den Sprachgebrauch der Menschen. Das alte Sprachsystem machte Platz für Demokratisierung und Sprachökonomie. Die Sprache des Klassenfeindes, das Anglo-Amerikanische, unterlag nun keinem Tabu mehr, ihr Gebrauch war nicht länger sanktioniert. ...
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