Die "Total Furnishing Unit" (1971-1972) von Joe Colombo und die Neudefinition der Wohnmaschine Diplomarbeit
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.02.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
60
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.5 cm
Gewicht
101 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-54267-3
Seine Form- und Farbgebung ist stark beeinflusst von der Populärkultur der Sechzigerjahre. Die Verwendung von Kunststoffen in knalligen Farben und die leicht organisch anmutende Attitüde sind es, die seinen Entwürfen die Anmut seiner Zeit verleihen. Seine Utopie des Wohnens ist geprägt von Visionen aus Science-Fiction und der Romantisierung der Zukunft.
Die Total Furnishing Unit, die als Auftragsarbeit für die Überblicksschau Italy: The New Domestic Landscape 1971 - 1972 geschaffen wurde, wird innerhalb einer Reihe von Positionen des Radical Design gezeigt.
Colombo konzipiert seine Total Furnishing Unit als "funktionierendes" Objekt, das auf verschiedene Probleme des Wohnens funktionsgerecht von der Küche bis zum
Badezimmer eingeht. Colombos Objekt ist stark von den Idealen des Pop- und Space-Age-Designs geprägt und erscheint neben den Objekten seiner Kollegen wie aus einer anderen Epoche.
Im Zentrum stehen die Neuordnung des Wohnraums und die Kritik an der italienischen Möbelproduktion. Colombo fordert, sich vom Entwurf einzelner Möbel abzuwenden und diese zu immer komplexeren Wohneinheiten und Wohnsystemen zusammenzufassen. Obwohl Colombo sich vehement von der Moderne distanziert, scheint sein universeller Lösungsansatz des Anti- Designs nicht mehr als ein auf Le Corbusier zurückgreifendes modulares System zu sein.
...
Joe Colombos Designverständnis geht nie über Pop hinaus. Sein früher Tod und seine intensive Suche nach innovativen, problemlösungsorientierten Entwürfen machen ihn zur Legende auf dem Gebiet des Industriedesigns. Dennoch hält er dem Vergleich mit Grössen des italienischen Designs, wie Ettore Sottsass jr., nicht stand. Joe Colombos Design kommt frei aus seiner Hand. Es trägt in Form und Materialität die offensichtlichen Züge der Populärkultur, jedoch folgt es im gleichen Zug der stark konservativen Schule des Funktionalismus und ist dennoch nicht mehr als die Neudefinition der "Wohnmaschine".
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