Jugendliche zwischen Risiko und Abenteuerlust - Gesundheitsgewinn durch riskante Verhaltensweisen Magisterarbeit
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Sprache:Deutsch
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inkl. gesetzl. MwSt.,
Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
04.03.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
84
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.7 cm
Gewicht
135 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-55057-9
Herausforderungen und Entwicklungsaufgaben verbunden ist. Riskante
Verhaltensweisen, insbesondere gesundheitliches Risikoverhalten ist ein normaler Bestandteil dieser Entwicklungsphase. Für einen Grossteil der Jugendlichen sind riskante Verhaltensweisen Ausdruckeines natürlichen Ausprobier- und Neugierdeverhaltens, welches sich auf die Adoleszenz beschränkt und keinen negativen Einfluss auf die weiteren Entwicklungsprozesse hat. Im Gegenteil: Riskante Verhaltensweisen übernehmen eine Vielzahl von Funktionen für die Jugendlichen und es sind die gänzlich Abstinenten, die ein höheres Mass an Entwicklungsstörungen aufzeigen. Dennoch existieren unzählige Präventionsmassnahmen, deren Ziel es ist, den Umgang aller Jugendlichen, speziell mit legalen oder illegalen Substanzen, verhindern, reduzieren oder beenden zu wollen. Dies passiert, da gesundheitliches Risikoverhalten ausschliesslich als ein für die weitere Entwicklung negativ besetztes Kompensationsverhalten definiert wird. Die Erfolge der Prävention von gesundheitlichen Risikoverhaltensweisen Jugendlicher sind, gerade gemessen am Umfang und der politischen Legitimation der Massnahmen, enttäuschend gering. Dringend notwendig und wesentlich erfolgversprechender scheint eine Form der Gesundheitsförderung zu sein, die sich durch befähigende Massnahmen auf die Bildung von Schutzfaktoren, Ressourcen und einer Risikokompetenz im Umgang mit gesundheitlichem Risikoverhalten konzentriert. Das aktuell
vorherrschende Präventionsdogma beruht auf einer Defizit- und
normwertorientierten, stark biomedizinisch geprägten Sichtweise von Gesundheit und Krankheit und deren Bedingungen und Ursachen.
Betrachtet man jedoch die Gesundheit und das Risikoverhalten der
Jugendlichen aus einer ganzheitlichen salutogenetischen und
kulturhistorischen Perspektive, so wird den Funktionen und Vorteilen des Risikoverhaltens, wie Spass, Genusserleben, Abenteuerlust, Identitätsbildung und Gruppenzugehörigkeitsgefühleine eine gleichberechtigte Rolle in der Bewertung für die Gesundheit der Jugendlichen zuteil.
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