§ 216 StGB als Verbot abstrakter Gefährdung. Versuch der Apologie einer Strafnorm.
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
30.04.2010
Verlag
Duncker & HumblotSeitenzahl
250
Maße (L/B/H)
23.2/15.6/1.8 cm
Gewicht
340 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-428-12887-7
216 StGB ist danach die der verlangten Tötung immanente (abstrakte) Gefahr eines Vollzugs nicht verantwortlich gefasster bzw. zum Tatzeitpunkt nicht aktueller Sterbeentschlüsse.
Der Autor weist nach, dass jene in einem Ausschlussverfahren gewonnene Deutung der Norm - wiewohl historisch nicht authentisch - die Grenzen juristischer Hermeneutik wahrt. In diesem Zuge führt er u. a. das den Gegenstand andauernder Kontroversen im juristischen Schrifttum bildende Spannungsverhältnis des Verbots des
216 StGB zur straffreien Suizidteilnahme einer Klärung zu.
Im abschliessenden Teil der Untersuchung führt das neu gewonnene Verständnis der Norm den Autor zu einer Reihe rechtspraktischer Folgerungen, die geeignet scheinen, die fortwährende rechtspolitische Debatte um Fragen der Sterbehilfe nachhaltig zu befruchten. So eröffnet die Erkenntnis, dass es sich bei
216 StGB nicht im engen Sinne um ein Tötungsdelikt handelt, die grundsätzliche Möglichkeit einer Rechtfertigung aktiver Sterbehilfe unter Notstandsgesichtspunkten. In diesem Zusammenhang wird die theoretische Kernaussage des Werkes schliesslich mit Händen greifbar: dass der Schutz menschlichen Lebens und der Respekt vor der Selbstbestimmung der Rechtsperson auch im Kontext des
216 StGB keine Antagonismen bilden.
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