Eine Bearbeitung über den Masochismus in der Literatur Anhand zweierlei Beispiele Klaus Manns "Mephisto. Roman einer Karriere" und "Venus im Pelz" von Leopold von Sacher-Masoch
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
21.04.2010
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
5. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-640-59211-1
Während Leopold von Sacher-Masoch, durch die Inhalte seiner Romane zum Namensgeber des Masochismus avancierte halten eine Vielzahl von Literaturwissenschaftlern das in Klaus Manns Roman beschriebene masochistische Verhältnis zwischen Hendrik Höfgen und Juliette Martens nicht einmal für erwähnenswert. Bezeichnend ist hierbei, dass nahezu die gesamte Sekundärliteratur, die "Mephisto. Roman einer Karriere" als Schlüsselroman und den Protagonisten als Schlüsselfigur ausmachen will, davon auszugehen scheint, dass der Masochismus nur stellvertretend für die Homosexualität Gustav Gründgens steht. Die folgende Arbeit wird sich jedoch von der Schlüsselromanproblematik lösen. Dabei soll davon ausgegangen werden, dass beide Autoren gezielt den Masochismus eingesetzt haben um den Inhalt ihres Werkes hervorzuheben. Während der Roman Masochs auf autobiographischen Erlebnissen basiert und unverhüllt aber diskret die Form eines masochistisches Verhältnisses dem Leser näher zu bringen versucht, nutzt Klaus Mann dieses Verhältnis, um dem Charakter seines Protagonisten eine besondere Note zu verleihen und seinem Handeln eine mögliche Erklärung beizufügen.
Des weiteren wird sich diese Arbeit mit der Frage beschäftigen, ob davon auszugehen ist, dass Klaus Mann Kenntnis über den Roman Masochs besass und die masochistischen Szenen in der "Venus im Pelz" als Vorlage für die Beziehung zwischen Hendrik Höfgen und Juliette Martens diente. Im Klartext soll also geklärt werden, ob Parallelen zwischen den beiden Romanen zu finden sind.
Zum Thema hinführend folgt zunächst eine Beschreibung der Physiognomie der Despotinen beider Romane Juliette Martens als Schwarze Venus und Wanda von Dunajew als Venus im Pelz. An dieser Stelle wird absichtlich auf die Beschreibung der Physiognomie der Protagonisten Hendrik Höfgen und Severin von Kusiemski verzichtet, da diese für die Auseinandersetzung mit dem Masochismus unerheblich ist. [...]
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