Lyrisches Gespür Vom geheimen Sensorium moderner Poesie
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
26.10.2011
Abbildungen
3 schwarzweisse Abbildungen
Herausgeber
Burkhard Meyer-Sickendiek + weitereVerlag
Brill | FinkSeitenzahl
571
Maße (L/B/H)
23.7/16.1/4.3 cm
Gewicht
960 g
Auflage
2012
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-7705-5146-0
Gedichte erspüren das Innenleben der Tiere, die Dämmerung, die abwesende Geliebte, den Bewusstseinsrausch, die Verlogenheit der Leute oder die drückende Last schuldbesetzter Geschichte. Lyrisches Gespür erfasst die Elemente wie die Existenz, soziale Stimmungen wie feinste Atmosphären, die Präsenz des Vergangenen wie die Signale des Kommenden.
Diese Affinität zwischen Spüren und Sprechen ist bisher wohl in der Philosophie, nicht aber in den Literaturwissenschaften bemerkt worden. Das vorliegende Buch holt dies nach, indem es die vergessene Kategorie der »Stimmungslyrik« zur Analyse des Gespürs aktualisiert. Es zeigt dabei auch, dass sich »Stimmungslyrik« nicht wie seit Hegel üblich auf die »Innerlichkeit« der Romantik reduzieren lässt. Das stimmungsvolle Erspüren atmosphärischer Latenz kennzeichnet vielmehr schon Brockes Irdisches Vergnügen in Gott, aber auch die biedermeierlich-realistische Naturdichtung, die impressionistische Stimmungslyrik der Moderne, die grossstädtische Lyrik des Expressionismus, die hermetische Lyrik der Nachkriegszeit oder die Poplyrik der 1970er Jahre.
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