Goethe, Kleist Literatur, Politik und Wissenschaft um 1800
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
15.06.2011
Abbildungen
16 Abbildungen
Verlag
Erich Schmidt VerlagSeitenzahl
465
Maße (L/B/H)
23.5/15.9/2.9 cm
Gewicht
800 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-503-12271-4
Kleist schliesst mit J. G. Fichte an die neuzeitliche Subjektphilosophie an, die die Welt der Vernunft unterwerfen will. Die Aporien, die sich aus der Entgegensetzung von apriorischer Vernunft und empirischer Welt, von Moral und Physik ergeben, führen nicht nur Kleist selbst in die sog. ‚Kantkrise‘, sondern zerreissen auch seine Protagonisten und die Ordnungen, in die sie gestellt sind.
Goethe emanzipiert sich dagegen schon zur Zeit des "Werther" von den neuzeitlichen Subjektphilosophien. An ihre Stelle tritt die Auffassung des Subjekts als Produkt der Natur und der historischen Entwicklung. Goethe bestimmt es, im Gegensatz zur philosophischen Tradition der Neuzeit, als weltimmanent und empirisch.
In engem Bezug auf die zeitgenössischen Quellentexte wird der Gegensatz zwischen dem radikalisierten subjektphilosophischen ‚Mainstream‘ Kleists und Goethes ebenso radikal empirischer ‚Philosophie‘ an ausgewählten Werken entwickelt.
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