Heyer zeigt, wie es im Laufe des 19. Jahrhunderts zur Verdrängung des wahren übernational-kulturell wirkenden deutschen Geistes, wie er etwa in der Goethezeit geblüht hatte, durch das 'andere Deutschland' mit seinen zunehmend nationalistischen Tendenzen gekommen ist. Er charakterisiert den Grundimpuls des Nationalsozialismus als 'Kampf gegen das Ich' und beschreibt die Auswirkung dieses Kampfes auf den Ebenen des menschlichen Denkens, Fühlens und Wollens. Das Werk untersucht u. a. die 'Blut-und-Boden-Mythologie' des Dritten Reiches, die Erziehung und Jugendbewegung sowie die institutionalisierte Illegalität, und klärt nicht zuletzt die Frage, warum die Deutschen in so grosser Zahl dem Nationalsozialismus erlagen. Der Autor deutet das Phänomen Hitler als Besessenheits-Phänomen und weist damit auf die Realpräsenz übersinnlicher Mächte und Kräfte hin, mit denen im heutigen und künftigen Geschichtsverlauf erneut zu rechnen ist.
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