Zu Heidegger Ein Nachtrag zu 'Heidegger - das Denken der Inhumanität'
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- Deutsch ausgewählt
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
01.06.2011
Verlag
Königshausen u. NeumannSeitenzahl
188
Maße (L/B/H)
23.8/15.7/1.8 cm
Gewicht
331 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8260-4541-7
Dass Cassirer, ein Neukantianer, der den Neukantianismus nicht substanziell sondern bloss funktional verstanden wissen will, in Davos von Heidegger, der Kant ontologisch liest, in eine Kant-Deutungskontroverse hineinziehen lässt, statt von seinem Symbolbegriff her Heideggers Sein und Zeit einer Kritik zu unterziehen was übrigens eine Bewährungsprobe für die Philosophie der symbolischen Formen gewesen wäre , ist als ein Versäumnis zu registrieren. Dass Habermas (1961) mit Blick auf die Davoser Disputation Cassirer verklausuliert ins Stammbuch schreibt, dass diesem als Juden verwehrt ist, bis zu den Griechen zurückzugehen, was Heidegger, dem Deutschen, vorbehalten ist ist ungeheuerlich oder, was dasselbe besagt, abendländisch-deutsch ehrlich. Und denkpolitisch ist ein höchst paradoxer und bestürzender Vorgang, dass Rosenzweig, der Autor des Sterns der Erlösung (1921), eines Grundwerks der jüdischen Religionsphilosophie im 20. Jahrhundert, unmittelbar nach der Davoser Disputation nur aufgrund eines Zeitungsberichts in Heidegger einen Denkverbündeten sieht, hoch erfreut darüber, dass Heidegger Cassirer, laut des Berichts, in der europäischen Öffentlichkeit niedermachte.
Dass Heidegger nicht beim Seinsdenken blieb, sondern über die Frage der Technik zum Denken des Ereignisses übergeht, hat seinen Grund allein darin, dass die von Heidegger anvisierte Geschichtsgründung misslang, Heideggerisch gesprochen: seinsgeschicklich versagt blieb.
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