Die AutorInnen Julya Rabinowich, Sina Tahayori, Sohn Young, Oxana Filippova, Grzegorz Kielawski und Lale Rodgarkia-Dara stammen aus unterschiedlichen Teilen der Welt, haben aber eines gemeinsam: Sie alle wurden für ihr literarisches Schaffen mit dem Wiener Literaturpreis "schreiben zwischen den kulturen" ausgezeichnet, einem Preis, der vom verein exil an schreibende MigrantInnen verliehen wird. Der Preis war massgeblich an der Etablierung einer MigrantInnenliteratur in Österreich beteiligt. Der Inhalt dieses Buches befasst sich daher einerseits mit der Entstehungsgeschichte des Literaturpreises und den (persönlichen) Erlebnissen der PreisträgerInnen, andererseits mit der Entwicklung einer Literatur von MigrantInnen in Österreich und Deutschland. Welches Potenzial diese Literatur in sich birgt, verdeutlicht Ottmar Ettes Studie über eine grenzüberschreitende Literatur in Bewegung. In Anlehnung an die postkoloniale Hybriditätstheorie Homi Bhabhas wird gezeigt, dass MigrantInnen aufgrund ihrer Teilhabe an mehreren Kulturen die Möglichkeit haben, eine Literatur zu produzieren, die auf kulturelle Zwischenwelten verweist und sich aus den Grenzen ihrer nationalen Zugehörigkeit löst.
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