Betriebe und Unternehmen mit einer bestimmten geistig-ideellen Zielsetzung geniessen im deutschen Arbeitsrecht seit jeher einen besonderen Schutz. Die wachsende Europäisierung des deutschen Arbeitsrechts stellt diesen so genannten Tendenzschutz in einen neuen Kontext und wirft die Frage nach seiner europäischen Perspektive auf. Ihr widmet sich Martin Plum in seiner Dissertation und erschliesst den Tendenzschutz im europäischen Arbeitsrecht in seiner gesamten Bandbreite. Zum einen ermittelt und analysiert er den Status quo des Tendenzschutzes im Recht der Mitgliedstaaten und der Europäischen Union. Zum anderen legt er die rechtsdogmatischen Grundlagen für seine künftige Entwicklung im europäischen Arbeitsrecht offen. Dabei gelangt er zu dem Ergebnis, dass der Tendenzschutz nicht nur mit dem europäischen Unionsrecht vereinbar, sondern ein Mindestmass an Tendenzschutz sogar unionsgrundrechtlich geboten ist.
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