Imagination und Animation Die Herstellung mentaler Räume durch animierte Rede
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
17.05.2011
Abbildungen
152 b/w Illustrationen, 30 b/w ld
Verlag
De GruyterSeitenzahl
474
Maße (L/B/H)
23.6/16/3.2 cm
Gewicht
842 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-11-023779-5
Aus gesprächsanalytischer Perspektive untersucht die vorliegende Arbeit ein mentales Phänomen: Imagination in Gesprächen. In Verbindung von Interaktionaler Linguistik und Kognitiver Semantik wird Imagination als ein Prozess modelliert, in dem Sprecher gemeinsam szenisch strukturierte mentale Räume schaffen. Imagination wird damit sowohl als konversationelle Aktivität, als auch als Prozess gemeinsamer Kognition (Shared Cognition) verstanden.
Die empirische Grundlage bildet ein Korpus deutscher und spanischer Gespräche. Untersucht werden Sequenzen, in denen die Sprecher die Rolle von Figuren übernehmen, deren Äusserungen animieren und sich dabei in eine imaginierte Szene versetzen. Gewählt werden ausschliesslich Daten, in denen die Sprecher keine Rede wiedergeben (also vergangene Äusserungen rekonstruieren), sondern ein fiktives, hypothetisches, negiertes oder generisches Ereignis „aufführen“. Dies deckt ein breites Spektrum an konversationellen Kontexten ab, das vom interaktiven Entwerfen zukünftiger Handlungen über gemeinsame Fiktionalisierungen bis zur Animation von Äusserungen in grammatischen Konstruktionen reicht.
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