Die Beziehungen zwischen Rom und seinen jüdischen Untertanen waren seit der Eroberung Judäas durch Pompeius 63 v.Chr. sehr angespannt, wie sich in mehreren grossen jüdischen Aufständen der Juden in Judäa und in der Diaspora zeigte. Ernst Baltrusch untersucht erstmals die historischen Grundlagen dieses jüdisch-römischen Verhältnisses und fragt nach den Gründen. Die Beziehung des jüdischen Gemeinwesens zu den früheren Machthabern, den orientalischen und hellenistischen Staaten, werden dabei als erklärende ›Vorgeschichte‹ behandelt. Die Herausbildung und Entwicklung der jüdischen Religion erweist sich in diesem Zusammenhang als ein eminent politisches Phänomen. Die Juden und das Römische Reich – mit Blick auf die historische Entwicklung wird hier die Frage nach den Möglichkeiten jüdischen Lebens unter einer Fremdherrschaft gestellt.
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