Beschreibung
Produktdetails
Einband
Paperback
Erscheinungsdatum
01.03.2012
Abbildungen
mit ca. 16 schwarzweissen Abbildungen
Verlag
UrachhausSeitenzahl
317
Maße (L/B/H)
22.6/14.9/3 cm
Gewicht
467 g
Auflage
2. Auflage
Originaltitel
Leve friheten! Traute Lafrenz of Den hvite roseÜbersetzt von
Antje Subey-Cramer
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8251-7809-3
Die Studentengruppe, die unter dem Namen »Weisse Rose« bekannt wurde, rüttelt wach – bis heute. Ihre Geschichte ist komplex und birgt zum Teil unlösbare Rätsel. Das Bewegende ist aber nicht nur der Verlauf der Ereignisse, sondern wofür diese Menschen standen: ihre Gedankenwelt, ihr Leben mit Literatur, Philosophie und Kunst.
Eine wichtige Figur dieses Kreises, die immer im Hintergrund blieb, war Traute Lafrenz (3. Mai 1919 – 6. März 2023). Eng befreundet mit Hans Scholl, aber auch mit Alexander Schmorell oder den Hamburgern Gretha Rothe und Heinz Kucharski, hat sie wie durch ein Wunder Haft und Verhöre überlebt. Peter Normann Waage zeichnet das bewegende Porträt dieser faszinierenden Zeitgenossin und stellt die Rolle dar, die sie im Freundeskreis der Weissen Rose spielte.
Eine wichtige Figur dieses Kreises, die immer im Hintergrund blieb, war Traute Lafrenz (3. Mai 1919 – 6. März 2023). Eng befreundet mit Hans Scholl, aber auch mit Alexander Schmorell oder den Hamburgern Gretha Rothe und Heinz Kucharski, hat sie wie durch ein Wunder Haft und Verhöre überlebt. Peter Normann Waage zeichnet das bewegende Porträt dieser faszinierenden Zeitgenossin und stellt die Rolle dar, die sie im Freundeskreis der Weissen Rose spielte.
Kundinnen und Kunden meinen
Klar strukturierte Behandlung des Themas
Bewertung aus %3B505031984854217 am 04.03.2013
Bewertungsnummer: 803984
Bewertet: Buch (Paperback)
Die Geschwister Hans und Sophie Scholl verfassen und verteilen gemeinsam mit StudienkollegInnen 6 Flugblätter, ein siebentes wird nie vollendet. Die Geschwister werden beim Verteilen des sechsten Flugblattes entdeckt, verhaftet und kurz darauf hingerichtet.
Peter Normann Waage rollt die Geschichte der Weißen Rose erneut auf. Anschaulich beschreibt er Kindheit und Jugend der wichtigsten Mitglieder des Studentenkreises und veranschaulicht auch Einflüsse des Nazi-Regimes auf die sehr jungen Menschen.
Waage wählt einen interessanten Blickwinkel auf die involvierten Personen. Er beschreibt nicht nur sie selbst sondern auch ihre WegbegleiterInnen und MentorInnen, die maßgeblich daran beteiligt sind, dass sich diese jungen Menschen individuell entwickeln können und schließlich das Nazi-Regime hinterfragen und beginnen es zu bekämpfen.
Besonderes Augenmerk legt der Autor hierbei auf Traute Lafrenz, die er mehrere Male persönlich traf und befragte. Ihre Aussagen gibt er wortgetreu wieder und ermöglicht den LeserInnen dadurch einen objektiven Blick auf die Erlebnisse, Wahrnehmungen und Erfahrungen von Traute Lafrenz.
Des Weiteren umreißt er auch die Literatur, mit der die Geschwister Scholl aber auch andere beteilgte Personen in Kontakt kamen und die auch zum Teil in den Flugblättern zitiert wurden. Vor allem russische Autoren standen hierbei im Vordergrund. All diese Einflüsse werden erläutert und helfen dabei ein klareres Bild des Freundeskreises rund um die Weiße Rose zu gewinnen.
Im Anhang sind die Flugblätter selbst nach zu lesen. Ein unverstellter Blick auf diese Schriftwerke ist möglich sind sie doch frei von Kommentaren und Erläuterungen.
Waage schönt nicht und zeigt auch die Schattenseiten der Vereinigung, wie zum Beispiel die Geschichte um Heinz Kucharski, der durch die Denunzierung seiner KollegInnen ein so undurchdringliches Netz spinnen konnte, dass er selbst der Hinrichtung entging, aber für die Verhaftung von vielen anderen Menschen verantwortlich war.
Traute Lafrenz lehnte dieses Vorgehen ab und auch ihre Wahrnehmung und ihr Umgang mit diesen schwierigen Situationen nähert sich der Autor mit sehr viel Taktgefühl aber auch mit dem Anspruch Klarheit zu verschaffen.
Eine gut recherchierte, klar strukturierte und gut aufgebaute Behandlung des Themas, die sich flüssig liest, vor allem durch die vielen Passagen von Gesprächen mit Traute Lafrenz.