Der Anblick der Lesbia - Motivtradition und lyrische Transformation bei Hofmannswaldau
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
25.06.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
28
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.3 cm
Gewicht
56 g
Auflage
3. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-22073-2
Studienarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Germanistik - Ältere Deutsche Literatur, Mediävistik, Note: gut bis sehr gut, Universität Zürich, Sprache: Deutsch, Abstract: Christian Hofmann von Hofmannswaldau (1616-1679) gilt als einer der bedeutendsten Verfasser erotischer Gedichte in der deutschsprachigen Literatur des 17. Jahrhunderts. Die neckisch pointierten und bisweilen ins Derbe abdriftenden Gedichte lassen den Leser an mancher Stelle aufhorchen, doch ein "tieferer Sinn" scheint oftmals von der äusserst künstlichen Sprache verschüttet zu sein. Manch ein Literaturwissenschaftler hat seit der Entstehung dieser Texte darum die Frage gestellt, ob es sich lediglich um "unverbindliche Scherzgebilde zur Unterhaltung einer elitären Gesellschaft handelt." In der vorliegenden Arbeit werden die zwei erotischen Gedichte Als er die Lesbia sich entkleiden sehen und Er schauet der Lesbie durch ein Loch zu genauer untersucht. Dabei soll besonderes Augenmerk auf die Behandlung des Visuellen in den Gedichten gelegt werden. Der Komplex des Visuellen besteht aus dem Beobachter, dem beobachteten Objekt und der Beobachtungssituation. In einem ersten Teil werden die Gedichte einer textnahen Lektüre unterzogen. Dabei werden die Charakteristika der Beobachtungssituation und die Beschreibung des beobachteten Objekts grob skizziert. Daran anschliessend werden die dabei aufgedeckten motivischen und stofflichen Traditionen untersucht. Dabei steht nicht der direkte Vergleich mit den Prätexten im Vordergrund, sondern die Klärung der in den beiden Gedichten vorkommenden Verweise in ihrem ursprünglichen Kontext. Im weiteren Verlauf der Arbeit werden die Verarbeitung und die Transformation dieser verschiedenen Motivstränge durch Hofmannswaldau diskutiert. Dabei soll gezeigt werden, dass durch die Transformation und die poetologische Behandlung des Sehens der Einwand der Banalität gegen Hofmannswaldaus Gedichte entkräftet werden kann.
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