Innovative Methoden zur Steuerung operationeller Risiken Diplomarbeit
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
23.06.2012
Verlag
GRINSeitenzahl
80
Maße (L/B/H)
21/14.8/0.6 cm
Gewicht
129 g
Auflage
2. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-656-18612-0
Anschein haben mag, keinesfalls eine neue Erkenntnis. Sie zählen vielmehr zu
den ältesten Risiken überhaupt, da sie untrennbar mit jeder Art wirtschaftlichen
Handelns verbunden sind. Folglich haften sie auch einem jeden Unternehmen an,
unabhängig von dessen Geschäftstätigkeit. Während operationelle Risiken bei
Industrieunternehmen schon seit je her Beachtung finden, wurden sie in der
Bankbranche wegen der scheinbaren Dominanz der Kredit- und Marktrisiken
lange Zeit vernachlässigt. Dabei ist der Finanzsektor ganz besonders von der
Gefahr durch operationelle Risiken betroffen, wie zahlreiche darauf
zurückzuführende Verlustfälle zeigen. Exemplarisch sei hier der Bankrott des
britischen Bankhauses Barings, verursacht durch nicht autorisierte und mangelhaft
überwachte Handelsgeschäfte eines Mitarbeiters namens Nick Leeson, genannt.
Ereignisse wie dieses veranlassten den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
operationelle Risiken in die Eigenkapitalanforderungen für Kreditinstitute neu mit
aufzunehmen. Zukünftig müssen diese Risiken also auch mit angemessenen
Eigenmitteln unterlegt werden. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit ein
eigenständiges Instrumentarium zur Handhabung dieser Risiken zu entwickeln.
Die diesbezüglichen Bemühungen der Banken drehen sich bisher hauptsächlich
um die Identifizierung und Quantifizierung von operationellen Risiken. Dabei
kommt die Risikosteuerung als wesentlicher Bestandteil des gesamten Risikomanagementprozesses
derzeit noch zu kurz. Gerade aber die Beherrschung und systematische Steuerung von operationellen Risiken gilt als einer der strategisch
entscheidenden Erfolgsfaktoren im Konkurrenzkampf zwischen den Banken.
Schliesslich kann durch eine situationsbedingte Vermeidung, Verminderung oder
Abwälzung der Risiken eine entsprechende Wertsteigerung erzielt werden.
Operationelle Risiken haben die Eigenschaft, dass sie nur zum Teil beeinflussbar
sind, so dass die Methoden der Risikovermeidung und -verminderung letztendlich
nur in begrenztem Umfang anwendbar sind. Der Einsatz von Methoden des
Risikotransfers, die finanzielle Konsequenzen von schlagend werdenden Risiken
auf Dritte abwälzen, scheint dagegen auf breiterer Basis möglich zu sein. Hier
besteht allerdings das Problem, dass die bereits in der Praxis verwendeten
Instrumente - hauptsächlich traditionelle Versicherungslösungen - wesentliche
Schwachstellen aufweisen. [...]
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