Querdenker der Aufklärung Studien zu Johann Georg Hamann
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum
02.02.2013
Abbildungen
ca. 4 Abbildungen
Verlag
Wallstein VerlagSeitenzahl
223
Maße (L/B/H)
22.8/14.1/2.2 cm
Gewicht
418 g
Auflage
1
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8353-1232-6
Johann Georg Hamann wurde in der älteren literaturgeschichtlichen Forschung vielfach als blosser Vorläufer Herders betrachtet, dessen literarischer Spürsinn und irrationaler Glaube ihren Ausdruck in orakelnden Aphorismen fanden und deswegen von der jüngeren Generation als krauses Originalgenie verehrt wurde. Die völlig disparate theologisch-philosophische Forschung untersuchte das Denken des unorthodoxen Lutheraners und seine Wirkung auf die deutschen Erweckungsbewegungen im 19. Jahrhundert und Kierkegaard. Jørgensen sieht Hamann hingegen im Kontext seiner Zeit und erblickt in ihm den aufgeklärten Metakritiker der Aufklärung, der mit führenden Gelehrten wie dem Orientalisten J. D. Michaëlis und Kant diskutierte und vehement polemisierte. Er stammelte nicht, war vielmehr rhetorisch versiert, die anspielungssreiche Dunkelheit seines Stils war angriffslustige Strategie. Er stilisierte sich als einen subversiven Sokrates und, sehr doppeldeutig, als »kreuzziehenden Philologen« und des preussischen Königs Zöllner, aber auch als eine (im Sinne der Zeit) »komische« Mischung von einem christlichen Don Quixote und Sancho Pansa.
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